Der Kreditkarten-Computer


Das Interesse an mobilen Computern ist ungebrochen. Zwar haben die meisten Menschen heutzutage permanent einen Mini-Computer in Form eines Smartphones dabei, allerdings stößt man damit schnell an Grenzen, wenn etwas leistungsfähigere Programme benötigt werden. Aus diesem Grund sind Laptops und andere tragbare Computer nach wie vor heiß begehrt. Der Prozessorhersteller Intel entwickelt nebenbei auch immer wieder Kleinstcomputer wie den quadratischen NUC, welcher mit einer Kantenlänge von rund 10cm praktisch in die Hosentasche passt und trotzdem die Leistung eines ausgewachsenen Computers besitzt. Aber es geht noch kleiner, wie die neue „Compute Card“ von Intel zeigt.

Denn die „Compute Card“ ist nur 5mm dünn und mit 55mm x 95mm kaum größer als eine Kreditkarte. Trotzdem kommen die jüngsten Intel-Prozessoren darin zum Einsatz, sodass der Kreditkarten-Computer über genügend Leistung für die meisten Herausforderungen verfügt. Mit einem sogenannten „USB Typ C plus extension“-Anschluss kann so- wohl USB 2.0 / USB 3.0 wie auch Gigabit-Ethernet und DisplayPort bereitgestellt werden, außerdem ist WLAN und Bluetooth integriert. Der Kreditkarten-Computer ist allerdings nicht unbedingt für den Einsatz als alleinstehender PC konzipiert, sondern soll vielmehr in anderen Geräten als Rechner genutzt werden können.

So sollen sich beispielsweise Geräte für das „Internet der Dinge“ deutlich einfacher und schneller entwickeln lassen, indem der eigentliche Computer in Form der „Compute Card“ einfach in den entsprechenden Steckplatz gesteckt wird. Auch das Aufrüsten wird so viel einfacher, weil die PC-Karte bei Bedarf einfach durch ein neueres Modell ausgetauscht werden kann. So kann man seine smarte Elektronik wie TV, Satelliten-Receiver, Auto-Bordcomputer und intelligente Haushaltsgeräte zukünftig jederzeit kostengünstig auf den neuesten Stand bringen, ohne die Geräte ersetzen zu müssen.

Aber natürlich lässt sich die „Compute Card“ auch als „klassischer“ PC nutzen. Dazu benötigt man ein sogenanntes „Dock“ bzw. ein passendes Gehäuse, welches die erforderlichen Anschlüsse bereitstellt. Erste Geräte sind bereits von Drittherstellern wie Lenovo oder LG angekündigt, weitere sollen im Sommer folgen, denn erst dann erscheint der Kreditkarten-Computer im Handel. Die finalen Ausstattungsvarianten und Preise stehen aktuell leider noch nicht fest. Klar ist aber, dass Prozessoren von Celeron über i5 bis zu i7 verwendet werden und 4GB DDR3 Arbeitsspeicher sowie bis zu 128GB SSD-Festplatten verbaut werden.

Fazit: Der neue Kleinstcomputer von Intel könnte eine interessante und innovative Lösung für zukünftige Elektrogeräte sein. Anstatt Dutzende Geräte mit integrierten Computern herzustellen, ist es durch- aus denkbar, dass diese künftig ohne die teure Recheneinheit entwickelt werden. So könnten die Anwender sämtliche Geräte (TV, Computer, Auto usw.) einfach mit einer einzelnen „Compute Card“ nutzen, indem die Karte in das jeweils gerade benötigte Gerät gesteckt wird. Und wenn die Technik nach einigen Jahren wieder weiter vorangeschritten ist und mehr Rechenpower benötigt wird, ist lediglich eine neue „Compute Card“ fällig, die Geräte bzw. Gehäuse können bleiben.

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Duckling IT-Solutions
(Sacha Burlon)
www.duckling.es

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