Der Himbeerkuchen-Computer


Während die Informationstechnologie für die moderne Welt immer wichtiger wird, fehlt es gleichzeitig zunehmend an ausgebildeten Informatikern. Um diesem Fachkräftemangel längerfristig entgegenzuwirken, entwickelten britische Organisationen rund um die Universität Cambridge im Jahre 2012 einen günstigen Mini-Computer, welcher Kinder, Jugendliche und Technik-Interessierte zum Basteln und Erforschen der Materie und schlussendlich zu einem IT-Studium animieren sollte. Der „Raspberry Pi“ (ausgesprochen das englische Wort für „Himbeerkuchen“) war geboren.     

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums möchten wir Ihnen den kleinen Computer gerne vorstellen. Das kreditkartengroße Gerät kostet je nach Anbieter 35.- bis 40.- €. Dafür erhält man den „Raspi“ ohne Gehäuse und ohne Netzteil. Trotzdem ist der Computer theoretisch komplett einsatzfähig. Wer möchte, kann für ein paar Euro mehr auch ein Starterkit inkl. Gehäuse und Netzteil erwerben. Auf dem Markt sind inzwischen unzählige Gehäuse in verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Sie sollten beim Kauf darauf achten, dass es sich um das neueste Modell, den „Raspberry Pi 3 Model B“ handelt. Dieses verfügt über einen 1.2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor, 1024 MB Arbeitsspeicher (RAM), einen HDMI-Anschluss, vier USB-Anschlüsse und einen Ethernet-Anschluss (Internet). Halten Sie die Hardware einmal in Händen, sind die Möglichkeiten schier unbegrenzt und aufgrund des äußerst günstigen Preises soll und darf auch ruhig mutig damit experimentiert werden.

Obwohl es sich beim Rasp­berry Pi um einen Mini-PC handelt, lassen sich darauf viele unterschiedliche Betriebssysteme installieren. Für die meisten Projekte bietet sich ein speziell angepasstes Linux-System namens „Raspbian“ an. Aber auch populäre Systeme wie Ubuntu oder gar ein abgespecktes Windows 10 sind lauffähig (wenn auch nicht unbedingt zweckmäßig). Somit könnten Sie den „Pi“ tatsächlich als PC-Ersatz nutzen. Für Internetsurfen, E-Mails schreiben und Office-Arbeiten ist die Leistung tatsächlich ausreichend, wenn auch nicht gerade berauschend. Trotzdem sollten Sie den Mini-Computer besser für seinen eigentlichen Zweck nutzen: Basteln und Ausprobieren. Dies gilt sowohl für Hardware wie auch Software. Doch wozu lässt sich ein 40.- € Computer verwenden?

Die Paradedisziplin des Klei­nen ist Multimedia. Mit einem Fernseher verbunden spielt das Gerät dank kostenloser Mediacenter-Programme wie Kodi (http://kodi.tv) Kinofilme oder TV-Serien problemlos in FullHD ab, zeigt Diashows Ihrer Fotos oder gibt Musik wieder. Doch das ist erst der Anfang. Von Wetterstation über Internetradio, Navigationssystem, Smart-Home, Roboter-Steuerung, Internet-Telefon, Auto-Infotainment, Flugdrohne bis hin zum automatischen Haustier-Fütterungssystem, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Dazu lässt sich der Raspberry Pi je nach Bedarf mit Tastatur und Maus oder einer Infrarot-Fernbedienung bedienen.

Fazit: Der Raspberry Pi ist das ideale Gerät für Bastler, Technikfans und angehende Informatiker, die etwas über Computersysteme oder aber das Programmieren lernen möchten. Aus diesen Gründen ist er auch ein äußerst gern gesehenes Geschenk bei Kindern und Jugendlichen. Das Inter­net ist voll von kreativen und nützlichen Projektideen und Anleitungen für den günstigen Winz­ling. Über 12 Millionen der Himbeerkuchen-Computer wurden bisher bereits verkauft, womit dieser bald der meistverkaufte Computer aller Zeiten werden könnte. Aktueller Spitzenreiter ist noch der Commodore 64 mit etwa 15-20 Millionen verkauften Einheiten.

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Duckling IT-Solutions
(Sacha Burlon)
www.duckling.es




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