Canarios kaufen Bitcoin, um ihr Vermögen in der Krise zu sichern

Bitcoin PIXABAY

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Der Wert der Kryptowährung kletterte Anfang 2021 auf über 25.000 Euro

Kanarische Inseln – Bitcoin, die weltweit führende Kryptowährung, hat einen starken Wertanstieg erfahren und den Preis in den vergangenen zwei Monaten verdoppelt. In den ersten Tagen des neuen Jahres wurde erstmals die 25.000-Euro-Marke geknackt. Dieser starke Zuwachs weckt auch bei zahlreichen Bewohnern der Kanaren zunehmendes Interesse als Möglichkeit, in der Krise Teile ihres Vermögens abzusichern.
Der aktuelle Anstieg des Bitcoin-Preises hat mit der Coronakrise begonnen, die Nachfrage nach Bitcoin steigt seither. Anbieter der Kryptowährung auf den Kanaren berichten, dass sich die Nachfrage, seit im März die Ausgangssperre verhängt wur­de, verdreifacht habe. Investoren sehen in dieser Kryptowährung eine risikoarme Anlage, weil Bitcoin, trotz starker Kurssprünge auch nach unten, über den Zeitraum eines Jahres betrachtet immer Gewinne eingebracht hat.
Der aktuell starke Anstieg zeugt davon, dass mittlerweile auch große Unternehmen Bitcoin als Investitionsinstrument und Mittel zur Absicherung von Vermögen ernst nehmen. Der heftige Einbruch von 73,5% im Jahr 2018 von über 12.000 Euro auf 3.000 Euro scheint vergessen.
Kürzlich wurde bekannt, dass der multinationale Software-Hersteller MicroStrategy 250 Millionen Dollar seiner Rücklagen in Bitcoin investiert hat. Und Square, das Unternehmen des Twitter-Gründers Jack Dorsey, hat Bitcoin für 50 Millionen Dollar gekauft. Auch der mexikanische Magnat Ricardo Salinas hat 10% seiner liquiden Mittel in Bitcoin angelegt.
Der Bezahldienst Paypal hat Kryptowährungen als Zahlungsmittel bereits in sein Dienstleistungsangebot aufgenommen. Die spanische Bank BBVA will noch im Januar in der Schweiz ihren ersten An- und Verkaufsdienst für Bitcoin ins Leben rufen. Coinbase, eine der weltgrößten Tauschbörsen für Kryp- towährungen, hat die nötigen Schritte unternommen, um in den USA an die Börse zu gehen. In einigen spanischen Städten kann man Bitcoin sogar schon an Automaten und in spezialisierten Läden erwerben.
Die ständige Erhöhung der Geldmenge und die steigende Verschuldung der Staaten sind weitere Faktoren, die im Zuge der Coronakrise an Fahrt aufnehmen, das Vertrauen in das Finanzsystem erschüttern und dadurch auch den Preis des Bitcoin weiter in die Höhe treiben.
Die Kryptowährung Bitcoin wurde im Jahr 2008 geschaffen. Als Erfinder wird Satoshi Nakamoto genannt. Bei dem Namen handelt es sich vermutlich um ein Pseudonym. Die digitale Währung ist vollständig virtuell und von keinem Staat abhängig, da sie dezentral organisiert ist. Das Buchungssystem beruht auf verschlüsselten Datensätzen, sogenannten Blockchains, die gleichzeitig auf Tausende Rechner weltweit verteilt sind. Transaktionen werden ohne Mittelsmänner im sogenannten peer to peer-System direkt zwischen den Nutzern abgewickelt. Die Verschlüsselung schützt davor, dass andere Personen auf das Bitcoin-Guthaben zugreifen können.
Die maximale Anzahl von Bitcoin-Einheiten wurde bei ihrer Erschaffung auf 21 Millionen festgelegt und kann durch einzelne Teilnehmer nicht beeinflusst werden. Sie liegt zurzeit bei 18,8 Millionen.

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