Anti-Krisen-Plan geht online


Regierung stellt Website über sämtliche Hilfsmaßnahmen ins Netz

Die spanische Regierung hat sich zum Jahresbeginn unter anderem vorgenommen, Ordnung zu schaffen. Nachdem in den letzten Monaten 2008 in kurzem Abstand drei Anti-Krisen-Pläne verfasst und im Eiltempo verabschiedet wurden, taten sich Normalbürger langsam schwer, bei den ganzen Rettungspaketen nicht den Überblick zu verlieren.

Madrid – Das soll sich nun ändern. Nicht nur wurden die verschiedenen Pläne jetzt zu einem einzigen großen Paket geschnürt und auf den Namen „Plan E“ getauft, sogar sämtliche darin zusammengefassten Maßnahmen sind ab sofort in einer eigens dafür geschaffenen Website (www.plane.gob.es) einzusehen. Wer die Seite öffnet, der wird zuerst von Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero persönlich begrüßt. Per Video­botschaft klärt der Ministerpräsident die Informationssuchenden darüber auf, dass der Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise und vor allem ihre schwerwiegenden Auswirkungen wie die steigende Arbeitslosigkeit derzeit absolute Priorität der Regierung sind.

Der Name „Plan E“ ist sozusagen eine Zusammenfassung der offiziellen Bezeichnung „Plan Español para el Estímulo de la Economía y el Empleo“, also in etwa „Spanischer Plan für die Anregung von Wirtschaft und Arbeit“.

Auf der Website sind die verschiedenen Angriffsziele der verabschiedeten Maßnahmen übersichtlich in die Kapitel Familie, Unternehmen, Arbeitsmarkt, Finanzwesen und Modernisierung der Wirtschaft aufgeteilt.

Ziel dieser Initiative ist es, einen direkteren Kontakt zu den Bürgern herzustellen, denen das Gefühl vermittelt werden soll, in dieser Krise nicht allein gelassen zu werden. Vor allem aber sollen die Einwohner eine einfache Möglichkeit erhalten, sich über die verschiedenen Maßnahmen genau informieren zu können, damit auch jeder die Hilfe beantragen kann, die ihm zusteht.




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