Debüt des Philharmonischen Orchesters Monte Carlo beim 42. FIMC

  • Das Philharmonische Orchester Monte-Carlo debütiert beim FIMC und verbindet die Welten von Beethoven und Mendelssohn.
  • Unter der Leitung von Kazuki Yamada tritt Martin Helmchen als Solist des letzten Klavierkonzerts auf, das der Genie aus Bonn komponierte.
  • Die Konzerte des Ensembles aus dem Fürstentum Monaco finden am Freitag, dem 30. Januar, auf Teneriffa und am Samstag, dem 31. Januar, auf Gran Canaria statt.

28. Januar 2026. – Das Philharmonische Orchester Monte-Carlo (L’Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo), das kulturelle Symbol Monacos mit einer über 170-jährigen Geschichte, debütiert diese Woche beim Musikfestival der Kanarischen Inseln mit einem exquisiten Programm mit Werken von Beethoven und Mendelssohn. Das renommierte Ensemble gibt sein Debüt beim FIMC in Begleitung des außergewöhnlichen Pianisten Martin Helmchen, der Beethovens „Emperor“, das letzte Klavierkonzert aus der Feder des Genies aus Bonn, interpretieren wird.

Unter der Leitung seines Dirigenten, dem Japaner Kazuki Yamada, tritt das monegassische Orchester am Freitag, dem 30. Januar, im Auditorio de Tenerife und am Samstag, dem 31. Januar, im Auditorio Alfredo Kraus auf Gran Canaria auf, jeweils um 19:30 Uhr. Das Publikum, das sich für die interessanten Details rund um dieses Repertoire interessiert, kann eine Stunde vor Beginn der Konzerte in beiden Veranstaltungsorten kostenlos an den Vorträgen des Wissenschaftsjournalisten Ricardo Ducatenzeiler teilnehmen.

Mit einer ausgeprägten romantischen Ausrichtung bietet das Orchester ein Programm, das zwei der größten Vertreter dieser Strömung gewidmet ist: Beethoven und Mendelssohn. Um das Vermächtnis Beethovens zum Leben zu erwecken, hat die Philharmonie von Monte-Carlo außerdem eine der gefragtesten Persönlichkeiten der Klavierwelt eingeladen, den deutschen Solisten Martin Helmchen.

Als Schüler von Alfred Brendel und Gewinner des Clara-Haskil-Wettbewerbs wird Helmchen von der internationalen Kritik als absolute Referenz für dieses Repertoire gepriesen, was auch seine zwei Jahrzehnte auf den renommiertesten Bühnen der Welt belegen. Seine Aufnahme der Konzerte Nr. 2 und Nr. 5 von Beethoven – die er auf den Kanarischen Inseln spielen wird – wurde 2020 mit dem Gramophone Music Award ausgezeichnet.

Yamada und Monte-Carlo: ein historisches Debüt beim FIMC

Diese Veranstaltung auf den Kanarischen Inseln ermöglicht es dem Publikum, den Klang einer legendären Institution kennenzulernen, die bisher noch nie auf dem Archipel zu Gast war. Es handelt sich um mehr als nur ein Musikereignis, es ist eine Begegnung mit einer der wichtigsten kulturellen Botschafterinnen des Fürstentums.

Das Ensemble wird von Maestro Kazuki Yamada geleitet, der seit einem Jahrzehnt an seiner Spitze steht. Der japanische Dirigent befindet sich derzeit auf dem Höhepunkt seiner internationalen Karriere und verbindet seine Rolle als Dirigent in Monaco mit der des Birmingham Symphony Orchestra und seiner kürzlichen Ernennung zum Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters und Chors Berlin.

Fachkritiker loben seinen Dirigierstil, der sich durch Eleganz und „lockere, präzise Gestik“ bei den Konzerten auszeichnet, wie die Zeitung La Razón in einer ihrer Rezensionen hervorhebt. Unter seiner künstlerischen Leitung hat das monegassische Orchester seinen Status als eine der ältesten und vielseitigsten Musikinstitutionen Europas gefestigt. Das 1856 gegründete Philharmonische Orchester von Monte-Carlo verfügt über eine einzigartige Identität, die es sich in anderthalb Jahrhunderten Oper, Ballett und symphonischer Musik erarbeitet hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass sein Repertoire sich auf traditionelle Werke beschränkt, denn seine Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und Musikern anderer Musikrichtungen hat seine Anpassungsfähigkeit gefestigt.

Heldentum und Klanglandschaften

Das Programm beginnt mit einem Höhepunkt, der Coriolan-Ouvertüre, komponiert von Ludwig van Beethoven im Jahr 1807. Als Theatermusik konzipiert, zeichnet sich diese Partitur dadurch aus, dass sie sich perfekt als eigenständiges symphonisches Werk eignet. In nur acht Minuten verdichtet sie dramatische Szenen, in denen ein römischer General (Coriolan) zwischen seinem Stolz, seinem Durst nach Rache und den Bitten seiner Familie, den Krieg zu vermeiden, gefangen ist.

Das Repertoire wechselt dann mit dem Klavierkonzert Nr. 5, ebenfalls von Beethoven komponiert und von Helmchen als Solist interpretiert, in einen anderen Ton. Dieses Stück birgt einen Widerspruch in seiner Entstehungsgeschichte, da es geschrieben wurde, während Wien von den napoleonischen Truppen belagert wurde und der Komponist in einem Keller Zuflucht suchte, wo er sich die Ohren mit Kissen zuhielt (um den Lärm der Artillerie zu dämpfen). Die drei Sätze spiegeln jedoch diese Angst nicht wider, sondern gehen in die entgegengesetzte Richtung: Es handelt sich um ein Werk voller Größe und Vitalität, das sogar viele der Konventionen seiner Zeit durchbrach und wahrscheinlich die Eigenschaften aufweist, die ihm den Beinamen „Kaiser“ einbrachten.

Die Sinfonie Nr. 3 von Felix Mendelssohn, besser bekannt als „Schottische“, bildet den Abschluss des Konzerts. Es heißt, sie sei nach einer Reise des Komponisten zu den Ruinen des Holyrood Palace, der ehemaligen Residenz von Königin Maria Stuart, entstanden, einem Ort, der ihn tief beeindruckt hatte. Das Besondere an diesem Stück ist, dass seine vier Sätze ohne Unterbrechung gespielt werden, was ihm eine einzigartige narrative Einheit verleiht. Im Laufe ihrer Entwicklung wandelt sich die „Schottische“ von der Melancholie historischer Nebel zur Fröhlichkeit volkstümlicher Tänze, mit Klarinettenfragmenten, die den Klang traditioneller Dudelsäcke heraufbeschwören sollen.

Tickets für den ersten Auftritt der Philharmonie von Monte Carlo auf den Kanarischen Inseln sind an den Kassen und im Online-Shop der beiden Auditorien der Hauptstadt erhältlich, die auch über die Website www.festivaldecanarias.com zugänglich sind. [Gobierno de Canarias]