Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) durchblicken ließ, Spanien von einer Konsolidierung „auf Teufel komm raus“ abzuraten, nahm Wirtschaftsminister Luis de Guindos öffentlich Abstand vom absoluten Sparkurs.
Autor: Wochenblatt
Spanischer Baulöwe verklagt die Regierung von Äquatorialguinea
Das gescheiterte Projekt einer Mega-Urbanisation in Seseña bei Toledo hat nicht genügt, um ihn von seinem Größenwahn zu heilen. Spaniens Baulöwe Nummer eins, Francisco Hernando Contreras, genannt El Pocero, wollte eine zweite Chance, und wie alles, was ihn umgibt, musste sie riesengroß sein.
Fürchterliche rote Zahlen
José Ignacio Wert, Minister für Erziehungswesen und Kultur hat in der letzten Sitzung des Abgeordnetenkongresses eingeräumt, dass die Regierung mit den Sparmaßnahmen, die kürzlich beschlossen wurden, einige „rote Linien“ überschritten habe.
Urdangarín und Torres suchen einen Vergleich mit der Justiz
Iñaki Urdangarín, Herzog von Palma, Schwiegersohn des spanischen Königspaares, und sein Ex-Sozius Diego Torres wollen das Kriegsbeil begraben. Monatelang hatten sie sich gegenseitig beschuldigt, für das gemeinsame Unternehmen Nóos (ohne Gewinnabsicht) und die Vereinnahmung öffentlicher Mittel verantwortlich zu sein, die auf Konten in Steuerparadiesen geflossen sein sollen.
Düstere Aussichten
Im April stellte der Internationale Währungsfonds seine neuesten Prognosen vor, die für Spanien mehr als düster ausfielen.
Protest gegen Macro-Hotel auf Mallorca
Mehrere Tausend Personen, zwischen sechs- und achttausend nach Angaben der Veranstalter, standen am letzten Aprilwochenende im Sand des Naturstrandes von Sa Ràpita auf Mallorca und reichten sich die Hände zu einer riesigen Menschenkette.
Rebellion der Regionen
Gegen den Beschluss der Regierung, zehn Milliarden Euro im Gesundheits- und Bildungswesen einzusparen, konnten die autonomen Verwaltungen nichts unternehmen, doch nun wehren sich einige, die konkreten Maßnahmen umzusetzen, darunter Andalusien und das Baskenland.
5,6 Millionen Arbeitslose
Die neueste Umfrage des Nationalen Statistikinstituts (INE) belegt die erschreckende Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt. Ende März wurden 5.639.500 Arbeitslose verzeichnet, ein neuer trauriger Rekord.
Das Ende der Gratis-Medikamente
Nachdem der interterritoriale Rat für das nationale Gesundheitswesen die Beteiligung der Patienten an den Arzneimittelkosten beschlossen hatte (das Wochenblatt berichtete), die insbesondere die Rentner betrifft, wurden nach und nach weitere Details zu einzelnen Produkten und zur geplanten Umsetzung bekannt.
Die Regierung Rajoy bricht Wahlversprechen
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, soll Bundeskanzler Konrad Adenauer einmal gesagt haben, als er auf einen Wortbruch angesprochen wurde. Diese Einstellung scheint unter Politikern bis auf den heutigen Tag üblich zu sein, und auch die Regierung von Mariano Rajoy handelt offenbar nach diesem Motto. Bei jeder Sitzung des Ministerrats wird ein weiteres Wahlversprechen gebrochen.









