In diesem Jahr sind in Spanien wohl nur zwei Dinge wirklich deutlich gewachsen, zwei Dinge, die gegensätzlicher und widersprüchlicher nicht sein könnten:
Autor: Wochenblatt
Ein Schreiben der EZB zur Begründung von Reformen
Ein Schreiben, das die Europäische Zentralbank im August an die Regierungspräsidenten von Italien und Spanien verschickte, hatte hier in Spanien mehr als einen Empfänger.
Nur ein Schlückchen Sekt
Die Staatsanwaltschaft von Sevilla hat für den Torero und Stierzüchter José Ortega Cano eine Gefängnisstrafe von vier und Führerscheinentzug von sechs Jahren beantragt.
Kommunaler Größenwahn
Während Alberto Fabra, der Nachfolger des Präsidenten der Regierung von Valencia dabei ist, pharaonische Anlagen wie den Abenteuerpark Tierra Mítica, den hochmodernen Sporthafen des América Cups und die Rennstrecke der Formel 1, die allesamt defizitär sind und riesige finanzielle Löcher in die Landeskassen gerissen haben, loszuschlagen, bemüht sich Bürgermeisterin Rita Barberá darum, die teuren Events mit allen Mitteln zu erhalten.
Politikwechsel verlangt
Die saharauische Unabhängigkeitsaktivistin Aminatu Haidar, die mehrfach in marokkanischen Gefängnissen saß und vor zwei Jahren durch einen Hungerstreik im Flughafen von Lanzarote von sich reden machte, hat sich jetzt mit einem Appell an Mariano Rajoy, den nächsten spanischen Präsidenten, gerichtet.
Ánxel Vila, der Schiffer, der die Atommüllverklappung stoppte
Eine kleine Gruppe linker Nationalisten, eine Handvoll kampfeslustiger Journalisten, die Unterstützung von Greenpeace und der Thunfischfänger mit Basis im galicischen Hafen von Ribeira haben 1981 die Fackel des Widerstandes gegen Verklappung von Atommüll im Atlantischen Ozean entzündet.
Gründonnerstag fällt jetzt auf Montag
Der Arbeitgeberverband CEOE hat jetzt seine Vorschläge konkretisiert, gesetzliche Feiertage, die in die Mitte der Woche fallen, auf Montag zu verlegen und den Gewerkschaften seinen Vorschlag für den Arbeitskalender 2012 vorgelegt.
Ein Weihnachtsessen für alle
Gegenüber einer Nachrichtenagentur kündigte Patrocinio Mora, Restaurantinhaber aus Huelva, an, auch in diesem Jahr wieder Obdachlose und hilfsbedürftige Einwanderer zum Weihnachtsessen einzuladen.
Das Leben nach der Macht
Nach fast acht Jahren an der Spitze des Landes kommt für Präsident Zapatero und seine Minister jetzt der Zeitpunkt, ihre Büros zu räumen und einen neuen Weg innerhalb oder außerhalb der Politik zu beschreiten.
Premiere auf der internationalen Bühne
Noch war Mariano Rajoy nicht offiziell zu Spaniens neuem Präsidenten gekürt, doch Anfang Dezember schlüpfte er zumindest auf internationaler Bühne schon einmal in diese Rolle und stellte seine ambitionierten Pläne zur Rettung des Landes in Marseille sowohl dem US-Finanzminister Timothy Geithner, diversen Regierungschefs Europas und der Spitze der Europäischen Volkspartei (EVP) vor.










