Die Kanarischen Inseln rufen wegen Waldbrandgefahr und hoher Temperaturen den Alarm aus

Mittwoch, 29. Juli 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln verhängt ab morgen, Donnerstag, dem 30. Juli, um 11:00 Uhr eine Warnung wegen Waldbrandgefahr auf Gran Canaria und in der gesamten westlichen Provinz. Zudem wird ab morgen, Donnerstag, dem 30. Juli, um 11:00 Uhr auf den Alarmzustand wegen Höchsttemperaturen auf den gesamten Kanarischen Inseln ausgeweitet. Diese Entscheidung wurde auf der Grundlage der von der staatlichen Wetterbehörde sowie anderen verfügbaren Quellen bereitgestellten Daten getroffen, sowie in Anwendung des Plans für Risiken durch widrige meteorologische Phänomene (PEFMA) und der Sonderpläne für den Zivilschutz und die Notfallhilfe bei Waldbränden der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln (INFOCA).

Die Wettervorhersage deutet auf eine mehrtägige Hitzewelle hin, von der vor allem die östlichsten Inseln, insbesondere Gran Canaria, betroffen sein werden. Ursache ist das Eintreffen einer warmen und trockenen Luftmasse afrikanischen Ursprungs. Es werden Temperaturen von über 34 Grad in den nach Süden und Westen ausgerichteten Binnen- und Mittelgebirgsregionen von Gran Canaria erwartet, wo zu Beginn des Wochenendes punktuell Werte nahe 38 Grad erreicht werden könnten.

Ebenso werden Temperaturen von bis zu 33 Grad im Landesinneren von Fuerteventura und zwischen 32 und 33 Grad im Landesinneren von Teneriffa erwartet, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Hitzewelle später auch auf andere Inseln ausweitet.

Die Wetterlage wird von einer niedrigen Temperaturinversion begleitet, die sich auf Gran Canaria zunächst auf etwa 400 Metern und auf den westlichen Inseln zwischen 500 und 700 Metern befindet und dazu neigt, allmählich abzusinken. Diese Situation begünstigt ein warmes und trockenes Klima in den mittleren Höhenlagen und den höheren Lagen. Der Zustrom afrikanischer Luft kann mit einer schwachen Calima einhergehen, vor allem auf den östlichen Inseln, wobei zunächst keine nennenswerten Staubkonzentrationen am Boden zu erwarten sind.

Angesichts der voraussichtlichen Dauer des Ereignisses und der Entwicklung der Modelle überwacht die Generaldirektion für Notfälle die Lage kontinuierlich; je nach den aktualisierten Wettervorhersagen und den von AEMET herausgegebenen Warnungen kann die Alarmstufe angehoben oder der räumliche Geltungsbereich geändert werden.

Empfehlungen zum Selbstschutz

Angesichts dieser Situation fordert die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanarischen Inseln die Bevölkerung auf, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um die Risiken durch den Anstieg der Höchsttemperaturen und die Gefahr von Waldbränden zu minimieren.

Um Waldbrände zu vermeiden, ist es wichtig, keine brennenden Zigarettenkippen, Streichhölzer oder Abfälle in bewaldeten Gebieten wegzuwerfen. Zudem dürfen in Gefahrengebieten – auch auf offenem Gelände, auf landwirtschaftlichen Flächen oder in von Wäldern umgebenen Wohngebieten – keine Feuerwerkskörper, Knallkörper oder andere Gegenstände, die Feuer enthalten, gezündet werden.

Zum Schutz der Wohnhäuser ist es unerlässlich, einen sauberen Streifen rund um die Häuser sowie auf unbebauten Grundstücken freizuhalten, der frei von trockener Vegetation und Abfällen ist. Zudem darf niemals außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche gezeltet werden, insbesondere nicht in Gebieten, die abseits der Zufahrtswege liegen.

Um Brände zu vermeiden, ist es ebenfalls unerlässlich, die von den verschiedenen Inselräten und Gemeinden festgelegten Einschränkungen zu befolgen, sowohl hinsichtlich des Zugangs zu Waldgebieten als auch hinsichtlich der Arbeiten, die in diesen Gebieten bis zum Ende dieser Risikosituation vermieden werden müssen. Wenn Sie Rauch oder Feuer sehen, rufen Sie sofort die 112 an – die Reaktionszeit ist entscheidend, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Angesichts der steigenden Temperaturen ist es ratsam, in den Mittagsstunden auf körperliche Anstrengungen zu verzichten, sich an kühlen Orten aufzuhalten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich im Freien vor der Sonne zu schützen. Zudem wird empfohlen, leichte und regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen und den Konsum von Alkohol zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei älteren Menschen und Kindern geboten, die bei solchen Hitzewellen besonders gefährdet sind. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob diese die Wärmeregulierung beeinflussen können oder ob die Dosierung angepasst oder das Medikament gewechselt werden muss.

Weitere Tipps finden Sie unter https://www.gobiernodecanarias.org/emergencias/consejos/consejos.html [GSC Canarias]

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