Die Fundación Canaria Orotava de Historia de la Ciencia (FUNDORO) wird mit der Eröffnung der Tagung „Der Ursprung des Lebens“ zum Mittelpunkt der wissenschaftlichen Debatte. Drei Tage lang, vom 6. bis 8. Mai, werden national und international renommierte Forscher am Sitz der Stiftung eines der größten Rätsel der Menschheit erörtern: Wie sich leblose Materie in Organismen verwandelte, die sich vermehren und weiterentwickeln können.
Ausgangspunkt der Tagung ist die berühmte Theorie von Alexandr Oparin und der spätere experimentelle Erfolg von Stanley Miller, der in den 1950er Jahren nachwies, dass Aminosäuren und organische Moleküle spontan in einer „Ursuppe“ entstehen konnten. Die aktuelle Debatte legt jedoch nahe, dass diese Bausteine nicht der einzige Schlüssel sind. Handelte es sich um einen rein chemischen Prozess oder wirkten unerwartete geologische Faktoren mit? Die Vorträge werden faszinierende Hypothesen untersuchen, wie etwa die Rolle von Quarzkristallen und mineralischen Oberflächen, die als Vorlagen oder Katalysatoren für die Organisation der ersten biologischen Informationsketten gedient haben könnten.
Die Veranstaltungsreihe erstreckt sich über drei Nachmittage und umfasst fünf Vorträge sowie eine abschließende Podiumsdiskussion. Zu den Referenten zählt insbesondere Antonio Lazcano Araujo, Professor und Mitglied der Nationalen Universität von Mexiko, eine weltweit führende Persönlichkeit in der Erforschung des Ursprungs des Lebens. Er wird unter anderem das Vermächtnis Oparins ein Jahrhundert nach dessen ersten Hypothesen analysieren.
Die Tagung, deren Ziel es ist, den wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Biogenese zu aktualisieren und die kritische Wissensvermittlung zu fördern, blickt nicht nur auf die Vergangenheit unseres Planeten zurück, sondern öffnet auch die Tür zur Astrobiologie: Zu verstehen, wie das Leben hier entstanden ist, ist der einzige Weg, um seine mögliche Existenz auf anderen Himmelskörpern des Sonnensystems oder auf fernen Exoplaneten vorherzusagen.
Mit dabei sind außerdem: Carlos Briones Llorente, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CSIC und Wissenschaftsvermittler. Zentrum für Astrobiologie (CSIC-INTA, assoziiert mit dem NASA Astrobiology Program); Juan Manuel García Ruiz, Ikerbasque-Professor am Donostia International Physics Center; Susanna Manrubia Cuevas, Forschungsprofessorin am CSIC. Theoretische Biologie und Identifizierung evolutionärer Mechanismen, inspiriert durch Experimente und Theorie; sowie Carlos Pedrós-Alió, Honorar-Forschungsprofessor am Nationalen Zentrum für Biotechnologie, CSIC, und Wissenschaftsvermittler.
Die Teilnahme ist für die breite Öffentlichkeit kostenlos. Für Lehrkräfte an kanarischen Bildungseinrichtungen wird die Veranstaltung als von der Regierung der Kanarischen Inseln anerkannter Fortbildungskurs angeboten. Die Anmeldung ist kostenlos, muss jedoch vorab über das Formular unter https://fundacionorotava.org sowie am Sitz der Fundación Orotava (922322862/fundacionorotava.org) erfolgen.
Die Initiative wird von der Regierung der Kanarischen Inseln, dem Cabildo von Teneriffa, der Stadtverwaltung von La Orotava und der Universität von La Laguna unterstützt. [Stadtverwaltung La Orotava]
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