- Der Inselrat von Teneriffa hebt den Notstand wegen des Sturmtiefs Therese wieder auf, stuft die Lage auf Stufe 1 herab und verzeichnet in der Nacht fast 600 Vorfälle.
- Die Inselverwaltung hält an den Vorsichtsmaßnahmen fest und fordert die Bevölkerung angesichts der verursachten Erdrutsche und möglicher Schäden an der Infrastruktur zu äußerster Vorsicht auf.
- Die Zufahrten zum Teide, die TF-12, die TF-13 und die TF-21 sind aufgrund von Erdrutschen gesperrt. Auf der TF-5 werden derzeit Aufräumarbeiten durchgeführt.
Teneriffa, 25. März – Der Inselrat von Teneriffa hat den Status des Insel-Notfallplans von Teneriffa (PEIN) aktualisiert und die Notfallstufe ab 02:30 Uhr am 25. März von „Notfall“ auf „Alarmstufe“ (Stufe 1) herabgesetzt, nachdem sich die Wetterbedingungen, die zur Aktivierung geführt hatten, verbessert hatten.
Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die schlimmsten Auswirkungen des Sturmtiefs, das den Archipel in den letzten Tagen heimgesucht hatte, abgeklungen waren und nachdem die Regierung der Kanarischen Inseln im Rahmen des Sonderplans für den Zivilschutz bei Hochwassergefahr (PEINCA) eine Aktualisierung vorgenommen hatte.
Erklärungen der Präsidentin des Cabildo
Die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila, betonte, dass „die koordinierte Reaktion aller Rettungsdienste und Behörden entscheidend war, um die Sicherheit der Bevölkerung in diesen Tagen zu gewährleisten“, und unterstrich, dass „wir uns weiterhin in einer Alarmlage befinden und es unerlässlich ist, Vorsicht walten zu lassen“.
Vorfälle und Maßnahmen
Die schweren Vorfälle auf dem Straßennetz der Insel haben an mehreren Stellen auf Teneriffa Maßnahmen erforderlich gemacht. Die TF-12 bleibt gesperrt, während an der Beseitigung eines großen Felsbrockens gearbeitet wird; die TF-13 konnte auf Höhe von Bajamar nach einem Erdrutsch wieder freigegeben werden. Auf der TF-5 (km 16) wird eine Fahrspur gesperrt, um Äste zu entfernen, und auf der TF-21, in den Bereichen Cañeño und Barroso, arbeiten die Einsatzkräfte weiterhin daran, die Straße von Steinen und Schlamm zu befreien, um eine sichere Öffnung zu ermöglichen.
Die TF-312 in Puerto de la Cruz wurde bereits geräumt, nachdem ein Abschnitt in der Nacht überflutet worden war, ebenso wie die Straßen TF-344, TF-436 und TF-24, wo die festgestellten Erdrutsche bereits beseitigt wurden.
Zudem wurden im gesamten Norden der Insel fast 600 Vorfälle registriert, wobei Gemeinden wie La Orotava, Puerto de la Cruz, Los Realejos, Tacoronte und La Matanza besonders betroffen waren. Zu den wichtigsten Folgen zählen Stromausfälle, von denen etwa 2.500 Menschen betroffen waren, sowie lokale Überschwemmungen an verschiedenen Stellen.
Präventivmaßnahmen und Einsatzkräfte bleiben aktiv
Der Leiter des Zivilschutzdienstes von Teneriffa, Néstor Padrón, erklärte seinerseits: „Obwohl die Alarmstufe herabgesetzt wird, bleiben Präventivmaßnahmen und Einsatzkräfte aktiv, um bei jedem Vorfall schnell reagieren zu können.“
Zudem hat die Wetterlage im Teide-Nationalpark zu starken Schneefällen geführt, was die Mobilität weiter erschwert und zu äußerster Vorsicht in diesem Gebiet zwingt.
Geltende Maßnahmen und Einschränkungen
Trotz der Herabstufung auf Stufe 1 hält der Cabildo eine Reihe von Einschränkungen und Präventivmaßnahmen aufrecht, um die Sicherheit zu gewährleisten:
- Sperrung der Zufahrtsstraße TF-445 nach Punta de Teno für den Verkehr.
- Sperrung der Zufahrten zum Teide-Nationalpark (TF-21, TF-24 und TF-38).
- Betretungsverbot für Wanderwege, Forstwege, Erholungsgebiete und Naturschutzgebiete, insbesondere in mittleren Höhenlagen und auf den Gipfeln.
Zudem bleiben alle regulären und außerordentlichen Einsatzkräfte und Ressourcen der Insel angesichts möglicher neuer Vorfälle in Alarmbereitschaft.
Empfehlungen an die Bevölkerung
Der Cabildo von Teneriffa betont erneut, wie wichtig es ist, die Empfehlungen zum Selbstschutz zu befolgen:
- Vermeiden Sie unnötige Fahrten.
- Seien Sie auf den Straßen äußerst vorsichtig, insbesondere in Schluchtgebieten und Küstenregionen.
- Befolgen Sie jederzeit die Anweisungen der Behörden.
Den Gemeinden wird zudem empfohlen, die Überwachung in überschwemmungsgefährdeten Gebieten zu verstärken, die Infrastruktur zu überprüfen und Gegenstände zu sichern, die durch Wind oder Regen weggerissen werden könnten.
Allmähliche Normalisierung
Mit dieser Aktualisierung leitet der Inselrat eine Phase der allmählichen Normalisierung ein, wobei die aktive Überwachung und die Koordination mit den übrigen Behörden aufrechterhalten werden.
Die Inselverwaltung wird weiterhin zeitnah über die Entwicklung der Lage berichten und erinnert daran, dass die Mithilfe der Bürger nach wie vor entscheidend ist, um die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten.
Inselweiter Einsatzplan aktiviert
Der Inselrat hält alle regulären und außerordentlichen Ressourcen der Insel in Bereitschaft, um sofort eingreifen zu können, falls die Situation dies erfordert.
Zudem wird die Bevölkerung daran erinnert, sich über die offiziellen Kanäle auf dem Laufenden zu halten und die Empfehlungen der Behörden zu befolgen. [Cabildo de Tenerife]




