Das Auditorium bietet eine musikalische Reise vom Barock bis zur Avantgarde mit Orgel und Posaune

18. Februar 2026.Das Konzert an diesem Sonntag steht ganz im Zeichen des Organisten Johannes Berger und des Posaunisten Ian Bousfield.

Die Veranstaltung mit Johannes Berger und Ian Bousfield

Das Auditorium von Teneriffa bietet diesen Sonntag, 22. Februar, um 12:00 Uhr im Sinfoniesaal eines der Konzerte seiner Orgelreihe, die in Zusammenarbeit mit der Königlichen Akademie der Schönen Künste von San Miguel Arcángel stattfindet. An der Veranstaltung „Orgel und Posaune: Barock und Avantgarde“ wirken der Organist Johannes Berger und der Posaunist Ian Bousfield mit.

Musikalische Reise vom Barock zur Avantgarde

Diese musikalische Reise vom Barock zur Avantgarde mit Orgel und Posaune beginnt mit Johann Sebastian Bach und einer seiner bekanntesten Sinfonien als Einführung in das Instrument. Anschließend folgt ein Ausflug in den Frühbarock mit Giovanni Martino Cesare, einem italienischen Musiker, der für verschiedene Adelshäuser in Bayern als Cornetist tätig war und mehrere Canzone komponierte. La Hieronyma wurde 1621 veröffentlicht.

Rückkehr zu Bach und Felix Mendelssohn

Die Reise kehrt mit einer Bearbeitung des Konzerts von Marcello für Oboe zu Bach zurück. Diese Bearbeitungen waren zu dieser Zeit üblich, da das Studium der Werke anderer Zeitgenossen durch die Transkription der Werke erfolgte. Weitere Beispiele sind das Konzert für vier Klaviere von Bach, das auf dem Konzert für vier Violinen von Vivaldi basiert.

Einer der Bach-Forscher und Wiederentdecker der Romantik war Felix Mendelssohn, der der deutschen liturgischen Musiktradition sehr verbunden war und von 1835 bis 1841 Direktor des Gewandhauses zu Leipzig war, um dann 1843 die erste Musikhochschule Deutschlands zu gründen. Sein Werk Variations Sérieuses op. 54 wurde für Klavier komponiert, um Spenden für die Errichtung einer Bronzestatue von Beethoven in seiner Heimatstadt Bonn zu sammeln.

Max Bruch und Naji Hakim

Kol Nidrei ist eines der bekanntesten Stücke von Max Bruch. Es basiert auf einem jüdischen Gebet, das am Vorabend des wichtigsten Feiertags des Judentums, Jom Kippur, gesprochen wird. Max Bruch war Protestant, aber die Veröffentlichung dieser Partitur führte dazu, dass er in der öffentlichen Wahrnehmung als Jude eingestuft wurde, was dazu führte, dass sein Werk während des Nationalsozialismus in Deutschland verboten wurde.

Das Konzert wird mit dem aus dem Libanon stammenden französischen Komponisten Naji Hakim in die Gegenwart versetzt. Arabesques war das Pflichtstück beim ARD-Orgelwettbewerb 2011. „Gesang und Tanz stehen im Mittelpunkt dieser Orgelsuite. Das Werk lebt vom Austausch und Einfluss zwischen Jazz und traditioneller mediterraner Musik“, sagte der Komponist selbst über das Werk.

Alfred Schnittke und Alexandre Guilmant

Das Programm dieses Sonntags wird mit einem Werk des russisch-deutschen Komponisten Alfred Schnittke fortgesetzt, der 1934 in der Sowjetunion als Sohn eines jüdisch-deutschen Vaters und einer Mutter aus der deutschen Minderheit in Russland (Wolgadeutsche) geboren wurde. Sein Werk ist ein Beispiel für den ständigen Austausch zwischen Ost- und Westeuropa. Während er in Westeuropa großen Erfolg hatte, galt sein Werk in der Sowjetunion als zu experimentell und nicht geeignet, die Kulturpolitik der Regierung zu repräsentieren.

Das Konzert endet mit einem Werk des französischen Organisten Alexandre Guilmant, der als Interpret bei den Einweihungen der Orgeln von Saint-Suplice und Notre Dame in Paris für Furore sorgte. Er war Gründer der Schola Cantorum in Paris und später Professor für Orgel am Pariser Konservatorium (wo er sich das Konservatorium mit Gabriel Fauré teilte). Das Werk Morceau Symphonique aus dem Jahr 1902 war im selben Jahr Wettbewerbsbeitrag am Pariser Konservatorium.

Johannes Berger und Ian Bousfield

Johannes Berger erhielt schon in jungen Jahren Unterricht auf verschiedenen Tasteninstrumenten. Mit elf Jahren wurde er in den Schülerkreis des Münchner Orgelprofessors Franz Lehrndorfer aufgenommen. Nach dem Abitur studierte er Orgel, Cembalo und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in München. Berger hat Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Unter anderem gewann er den Orgelwettbewerb „Grand Prix Bach de Lausanne“, wo er auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.

Ian Bousfield, einer der einflussreichsten Blechbläser unserer Zeit, heute Solist, Dirigent und Pädagoge, ist seit über 40 Jahren an der Spitze und war in seiner drei Jahrzehnte umspannenden Orchesterkarriere Soloposaunist der Wiener Philharmoniker und des London Symphony Orchestra. Mit mehr als 70 ehemaligen Schülern in beruflichen Positionen, einige davon auf höchstem Niveau, ist er einer der erfolgreichsten Blechbläserpädagogen aller Zeiten.

Eintrittskarten und Ermäßigungen

Eintrittskarten sind zum Preis von 15 Euro, 5 Euro für unter 30-Jährige, auf der Website www.auditoriodetenerife.com an der Kasse von Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie telefonisch unter der Nummer 902 317 327 zu denselben Zeiten erhältlich. Es gibt Ermäßigungen für Studenten, Arbeitslose und kinderreiche Familien. [Auditorio de Tenerife]