Der Sänger Coque Malla spielt die Hauptrolle in „Die Dreigroschenoper“

Die von Mario Vega inszenierte Aufführung findet am Sonntag (1. Februar) in der Sala Sinfónica des Auditorio de Tenerife statt.

23. Januar 2026. – Der Madrider Sänger Coque Malla spielt zusammen mit sieben weiteren Schauspielern die Hauptrolle in der Bühnenproduktion „Die Dreigroschenoper“ unter der Regie von Mario Vega, die am 1. Februar in der Sala Sinfónica des Auditorio de Tenerife zu sehen sein wird. Ursprünglich war die Aufführung nur für die Bühne geplant, doch schließlich wurde die Kapazität erweitert, sodass nun alle Plätze im Saal zur Verfügung stehen. Es handelt sich um eine Koproduktion, an der neben dem Auditorio de Tenerife auch das Teatro Pérez Galdós, unahoramenos Producciones und Barco Pirata Producciones Teatrales beteiligt sind.

Das Werk, das aus einem Prolog und drei Akten besteht, mit Musik von Kurt Weill und einem Libretto von Bertolt Brecht (in Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann), wurde in der turbulenten Zeit des ausgehenden 20. Jahrhunderts uraufgeführt und formuliert eine scharfe und gnadenlose Kritik am Kapitalismus. Mario Vega zeichnet auch für das Bühnenbild verantwortlich, die musikalische Leitung hat Miguel Malla, der das Septett leitet, das das Libretto dieses spannenden Stücks live interpretiert, dessen Handlung in einem unhygienischen Schlachthaus im schmutzigen London der Zwischenkriegszeit spielt.

Der Hauptdarsteller

Coque Malla, von 1987 bis 1998 Frontmann der Band Los Ronaldos, übernimmt zum ersten Mal in seiner künstlerischen Laufbahn eine Hauptrolle und verkörpert den legendären Gangster und Zuhälter Mackie Navaja in einer sehr vielstimmigen Besetzung, zu der auch Omar Calicchio, Andrea Guasch, Paula Iwasaki, Carmen Barrantes, Cristina García, Miquel Mars, Pablo Novoa und Néstor Ballesteros gehören.

Die Inszenierung

Diese Inszenierung verwandelt das Bühnenbild in einen Raum, „in dem Moral so wegwerfbar ist wie das Fleisch, das in Peachums Schlachthaus verarbeitet wird, und in dessen gnadenlosem Universum die dünne Grenze zwischen Geschäft und Verbrechen verschwimmt, wodurch Brechts Botschaft über die kapitalistische Ausbeutung hervorgehoben wird“, so Mario Vega, der die Brechtsche Distanzierung gesucht hat, indem er die theatralische Illusion bricht, damit der Zuschauer über die Ironie und Brutalität der Welt, die auf der Bühne dargestellt wird, nachdenkt. Zu diesem Zweck macht der Regisseur im Laufe der Aufführung die theatralischen Mechanismen für das Publikum sichtbar, indem er das Konzept der sogenannten vierten Wand verändert: Die Schauspieler wechseln ihre Kostüme – entworfen von Elda Noriega – und die Kulissen, und die szenografischen Elemente werden funktional und symbolisch als Teil des vorgeschlagenen Spiels wiederverwendet.

Dramaturgie und Musik

Humor ist der Grundstein dieser Bühnenproduktion, für die bereits Termine in Städten wie Bilbao, Murcia, Villena, Elche, A Coruña, Vitoria, Málaga, Valladolid oder El Prat de Llobregat bestätigt sind und die Ende dieses Jahres auch in Madrid zu sehen sein wird.

Die Dramaturgie des Stücks entfernt sich von einer feierlichen Lesart und taucht stattdessen in Ironie, Sarkasmus und schwarzen Humor ein. Durch Übertreibung und Parodie wird die Heuchelei der Figuren und des Systems, das sie beherrscht, deutlich. Ein weiterer unbestreitbarer Reiz der Inszenierung ist ihre Musik. Die Arrangements des einst von Kurt Weill komponierten Librettos stammen von Miguel Malla, der zahlreiche Soundtracks für Kino, Theater und Fernsehen komponiert hat. Der Musiker, der die letzten beiden Werke seines Bruders Coque Malla arrangierte, wo er die Stücke für Symphonieorchester komponierte, das Stück Ruido für das Album Ni tan joven ni tan viejo, eine Hommage an Joaquín Sabina, oder die Bläserarrangements für den Soundtrack des Spielfilms El amor de Andrea, komponiert von der Gruppe Vetusta Morla, konzipiert die live interpretierten Musikstücke mit einem burlesken und rebellischen Ton, der den Geist der Originalpartitur bewahrt.

Orchestersprache und Gesangsstil

Das Orchester, das er auf der Bühne dirigiert, wird zu einem weiteren narrativen Element, das mit den Figuren interagiert und in Schlüsselmomenten eingreift, wodurch der Distanzierungseffekt verstärkt wird und die Musik die Handlung nicht nur begleitet, sondern auch kommentiert und kritisiert. Das Oktett besteht aus Gabriel Marijuan (Trompete und Percussion), Daniel Rouleau (Altsaxophon, Klarinette und Flöte), Evgeni Riechkalov (Trompete), Roberto Bazán (Posaune und Kontrabass), Miguel Malla (Tenorsaxophon, Sopransaxophon und Klarinette), Nestor Ballestero (Keyboard), Pablo Novoa (Gitarren und Banjo) und Carmen Barrantes (Cello).

Es wird mit Kontrasten gespielt, von sanften Melodien zu zynischen Texten, dissonanten Harmonien, die Spannung erzeugen, und abrupten Schnitten, die die Distanzierung verstärken. Der Gesang entfernt sich von der klassischen Schönheit und nimmt einen raueren, ausdrucksstärkeren Ton an, der dem Berliner Kabarett der 1920er Jahre nahekommt.

Eintrittskarten

Eintrittskarten sind auf der Website www.auditoriodetenerife.com an der Kasse montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr sowie telefonisch unter der Nummer 902 317 327 zu denselben Zeiten erhältlich. Es gibt Ermäßigungen unter anderem für Personen unter 30 Jahren, Studenten, Arbeitssuchende und kinderreiche Familien. [Cabildo de Tenerife]