Das SWR Symphonieorchester Stuttgart und Emmanuel Pahud sind zu Gast beim 42. FIMC

Das SWR-Orchester Stuttgart kommt mit Emmanuel Pahud: deutsche Präzision und französische Seele.

  • Der berühmte Flötist tritt zusammen mit einem der renommiertesten klassischen Ensembles Deutschlands und dem Dirigenten François-Xavier Roth auf.
  • Pahud wird eines der Meisterwerke Mozarts mit seiner 14-karätigen Haynes-Flöte interpretieren.
  • Mit rund hundert Musikern wird das Ensemble diese Woche in den Auditorien der beiden kanarischen Hauptstädte Werke von Debussy, Mozart und Ravel aufführen.

21. Januar 2026. – Es ist eines der renommiertesten klassischen Ensembles Deutschlands und wird diese Woche mit rund hundert Musikern und einem Programm, in dem die Flöte im Mittelpunkt steht, beim Internationalen Musikfestival der Kanarischen Inseln zu Gast sein. Das SWR-Radio-Orchester Stuttgart kommt unter der Leitung seines Chefdirigenten, dem französischen Maestro François-Xavier Roth, und mit dem französisch-schweizerischen Flötisten Emmanuel Pahud, der als einer der besten der Welt gilt, nach Gran Canaria und Teneriffa.

Es werden zwei sehr beeindruckende Konzerte sein, bei denen Werke von Debussy, Mozart und Ravel zu hören sein werden. Emmanuel Pahud wird als Solist in Mozarts Flötenkonzert Nr. 1 auftreten, eine Darbietung, die sich als eines der Highlights dieser 42. Ausgabe des FIMC abzeichnet.

Termine und Eintrittskarten

Die Termine mit dem SWR Symphonieorchester Stuttgart sind:

  • Freitag, 23. Januar, um 19:30 Uhr im Auditorium Alfredo Kraus auf Gran Canaria und
  • Samstag, 24. Januar, um 19:30 Uhr im Auditorium von Teneriffa.

Eintrittskarten sind unter www.festivaldecanarias.com und auf den üblichen Plattformen der Auditorien der Hauptstadt erhältlich. Eine Stunde vor Konzertbeginn findet ein Einführungsvortrag statt. Dieses Angebot wird außerdem von der Stiftung DISA gesponsert.

Ein Meilenstein für das FIMC

Die Teilnahme des SWR-Sinfonieorchesters Stuttgart am Internationalen Musikfestival der Kanarischen Inseln ist ein Meilenstein für dessen Programm. Es handelt sich nicht um ein beliebiges Ensemble, sondern um das Ergebnis einer historischen Fusion zweier der leistungsstärksten Ensembles Deutschlands: des Stuttgarter Radio-Sinfonieorchesters und des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Diese Fusion wurde 2016 vollzogen und hat es dem Orchester seitdem ermöglicht, seine Präsenz mit exquisiter technischer Präzision und unerschütterlichem Engagement für zeitgenössische Musik auszubauen.

Tatsächlich wurden seine Interpretationen vom Fachportal MusicWeb International als „durchweg exzellent, voller Selbstsicherheit, Brillanz, Kraft und Präzision“ bewertet.

François-Xavier Roths Einfluss auf die Konzertleitung ist auch für das Publikum des FIMC eine großartige Nachricht. Seine Interpretation der Partituren zeichnet sich durch analytische Präzision und unverwechselbare Orchesterklänge aus; sogar Zeitungen wie The Guardian haben seine Dirigierkunst als „roh, radikal und aufschlussreich“ hervorgehoben. Neben seiner Tätigkeit als Chefdirigent des SWR ist der französische Dirigent auch erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra.

Emmanuel Pahud ist seit mehr als drei Jahrzehnten Solist der Berliner Philharmoniker, nachdem er mit nur 22 Jahren Geschichte schrieb, als er diese begehrte Position übernahm. Er ist eine echte Berühmtheit auf der Flöte, arbeitet regelmäßig mit den besten Orchestern der Welt zusammen und hat bereits 40 Alben aufgenommen. Auch die Kritik bestätigt dies, denn Medien wie das BBC Music Magazine bezeichnen ihn als „einen der brillantesten Interpreten des Flötenrepertoires des 20. Jahrhunderts“.

Impressionismus und Mozarts (nicht ganz so magische) Flöte

Das erste Stück des Programms ist „Prélude à l’après-midi d’un faune“ von Claude Debussy, ein Werk, das als Beginn des musikalischen Impressionismus gilt und aus der Faszination des Komponisten für Gespräche mit Künstlern anderer Disziplinen entstand. Tatsächlich ist es von einem Gedicht des Symbolisten Stéphane Mallarmé inspiriert und zeichnet sich durch seine Farbenpracht und Nuancen aus, die durch eine schwebend wirkende Orchesterbegleitung zur Geltung kommen.

Der Höhepunkt des Repertoires kommt im zweiten Teil mit der Interpretation des oben genannten Werks von Mozart durch Emmanuel Pahud mit seiner 14-karätigen Haynes-Flöte aus Gold. Es handelt sich um eines der Meisterwerke des Repertoires für dieses Blasinstrument, obwohl es dem Komponisten, der dieses Stück im Auftrag eines Amateurflötisten schrieb, angeblich viel Kopfzerbrechen bereitete.

Das deutsche Ensemble entscheidet sich für ein monumentales Finale mit dem kompletten Ballett „Daphnis et Chloé“ von Maurice Ravel, dessen Aufführung auch zum Gedenken an den 150. Geburtstag des Komponisten dient. Das vom Autor selbst als „choreografische Sinfonie“ bezeichnete Werk wurde 1909 für Diaghilevs Ballets Russes geschaffen. Die üppige, rhythmisch reichhaltige Partitur mit ihrer sehenswerten Orchestrierung erregte sogar die Bewunderung Strawinskys, der zwar nicht dafür bekannt war, seinen Kollegen Komplimente zu machen, aber dennoch sagte, es sei „eines der schönsten Werke der gesamten französischen Musik“.

Allerdings sind sowohl dieses Werk als auch die vorherigen voller Kuriositäten hinsichtlich ihrer Entstehung und ihrer aktuellen Interpretation. Deshalb werden die Konzerte, wie beim FIMC üblich, von einem einführenden Vortrag begleitet, um die Werke und Künstler in einen Kontext zu stellen. Der Publizist Ricardo Ducatenzeiler wird das Publikum durch diese Vorträge führen, die jeweils eine Stunde vor Beginn des Konzerts in den beiden Auditorien stattfinden. [Gobierno de Canarias]