Adeje genehmigt Plan für Wildkatzenkolonien

Die Stadtverwaltung von Adeje genehmigt den lokalen Plan zur Verwaltung von Wildkatzenkolonien.

An der Ausarbeitung des Dokuments waren Einzelpersonen und Tierschutzvereine beteiligt.

Adeje, 9. Januar 2026. – Die Stadtverwaltung von Adeje hat die erste Phase eines lokalen Plans zur Verwaltung von Wildkatzenkolonien eingeleitet, nachdem dieser bei einer Ratssitzung am 30. Dezember 2025 von allen Fraktionen einstimmig genehmigt worden war. Dieser Plan ist ein Instrument, das die ethische Verwaltung von Wildkatzenkolonien in der Gemeinde regelt und technisch unterstützt, mit dem Ziel, das Wohlergehen der Tiere zu gewährleisten und die Katzenpopulation nachhaltig zu kontrollieren.

In der Anfangsphase hat die Stadtverwaltung fast 60.000 Euro für die Umsetzung der grundlegenden Maßnahmen des Plans bereitgestellt, die es ermöglichen, mit der Registrierung der Kolonien zu beginnen, Sterilisationskampagnen durchzuführen, materielle Ressourcen zu beschaffen, Schulungen anzubieten und Sensibilisierungsmaßnahmen durchzuführen, um so die operativen Grundlagen für ein Modell zu schaffen, das mittel- und langfristig konsolidiert werden soll.

Der Stadtrat für Tierschutz, José Antonio López, erklärte, dass dieser Plan „dank der Arbeit des technischen und politischen Teams der Stadtverwaltung in Verbindung mit dem selbstlosen Engagement von Einzelpersonen und Vereinen, die sich seit Jahren um die Wildkatzenkolonien in Adeje kümmern, möglich geworden ist. Ihre Erfahrung, ihre Kenntnis des Gebiets und ihr Engagement waren für die Ausarbeitung des Plans von entscheidender Bedeutung. Die Stadtverwaltung ist ihnen für ihr Engagement zutiefst dankbar und bekräftigt ihre Verpflichtung, weiterhin Hand in Hand mit denen zusammenzuarbeiten, die Tag für Tag dazu beitragen, den Tierschutz und das Zusammenleben in unseren Stadtvierteln zu verbessern.“

Der Plan

Das Dokument basiert auf einer vorherigen Analyse der Situation in der Gemeinde und der Entwicklung der städtischen Katzenpopulation und identifiziert die Notwendigkeit, von isolierten Maßnahmen zu einem strukturierten System überzugehen, das auf Planung, Überwachung und gemeinsamer Verantwortung basiert. In diesem Zusammenhang erkennt der Plan wilde Katzenkolonien als Teil der städtischen Tierwelt an und befürwortet deren ethische Bewirtschaftung durch die TNR-Methode – Trap-Neuter-Return (Fangen, Kastrieren/Sterilisieren, Zurückbringen) – als grundlegendes Instrument zur Stabilisierung der Populationen und zur schrittweisen Verringerung ihres Wachstums.

Ein zentrales Element des Plans ist die Erstellung eines kommunalen Registers kontrollierter wildlebender Katzenkolonien. Dieses Register ermöglicht es, jede Kolonie zu identifizieren und zu lokalisieren, die Anzahl der Tiere, ihren Gesundheitszustand und die Sterilisationsrate zu ermitteln sowie potenzielle Risikosituationen oder Nachbarschaftskonflikte zu erkennen. Auf der Grundlage dieser Zählung kann die Stadtverwaltung Maßnahmen organisiert planen und die Entwicklung jeder Kolonie mittel- und langfristig bewerten.

Der Plan definiert auch die Rolle der Betreuer und Mitarbeiter, regelt ihre Stellung und richtet ein kommunales Akkreditierungssystem ein. Diese Personen, die ihre Arbeit freiwillig und uneigennützig ausüben, sind ein Schlüsselelement des Modells und arbeiten stets in Abstimmung mit der Stadtverwaltung von Adeje. Zu ihren Aufgaben gehören die kontrollierte Fütterung, die Überwachung des Zustands der Tiere, die Mitarbeit bei TNR-Kampagnen und die Aufrechterhaltung hygienischer Bedingungen in der Umgebung unter Befolgung gemeinsamer Richtlinien und technischer Kriterien.

In Bezug auf die Gesundheitsversorgung legt der Plan klare Protokolle fest. Er sieht die obligatorische Identifizierung durch einen Mikrochip im Besitz der Gemeinde, die Sterilisation als vorrangige Maßnahme, die Impfung und Entwurmung, wann immer dies möglich ist, sowie die tierärztliche Versorgung kranker oder verletzter Tiere vor. Die Euthanasie wird nur als letztes Mittel und immer aus humanen Gründen, auf tierärztliche Verschreibung und in ganz bestimmten Fällen in Betracht gezogen, wobei das Wohlergehen des Tieres jederzeit gewährleistet sein muss.

Die Adoption sozialisierter Katzen nimmt ebenfalls einen wichtigen Platz in dem Dokument ein. Der Plan sieht Mechanismen zur Förderung der Adoption von Tieren vor, die sich in ein Zuhause integrieren können, insbesondere ausgesetzte Katzen oder in Kolonien geborene Würfe, wobei Tierschutz mit der Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Verhinderung künftiger Aussetzungen kombiniert wird.

Ein weiterer Pfeiler des Plans ist die Schulung und Information. Die Stadtverwaltung von Adeje plant Schulungsmaßnahmen, die sich sowohl an Tierpfleger als auch an die örtliche Polizei und anderes beteiligtes Personal richten, sowie Sensibilisierungskampagnen für die Öffentlichkeit, um die Funktionsweise des Modells zu erklären, verantwortungsbewusstes Verhalten zu fördern und Konflikte zu reduzieren. Die Stadtverwaltung übernimmt eine aktive Rolle als Koordinator, Vermittler und Garant für die Einhaltung des Plans, indem sie die Kolonien regelmäßig überwacht und die erzielten Ergebnisse kontinuierlich bewertet. [Ayto. Adeje]