Mehr Mittel für Pflege und Straßen


Rosa Dávila, Leiterin des Finanzressorts (r.), überreicht Carolina Darias, Präsidentin des Kanarenparlaments, den Haushaltsentwurf 2018. Foto: EFE

Regionalregierung beschließt den größten Haushaltsplan der Geschichte

Kanarische Inseln – Am 30. Oktober hat das kanarische Kabinett einen Haushaltsentwurf von 8,239 Milliarden Euro für das kommende Jahr beschlossen, der um 938 Millionen Euro bzw. 12,9% höher ausfällt als der diesjährige. Es handelt sich um den größten Etat in der Geschichte der Kanaren, der klare Schwerpunkte auf Soziales und Infrastrukturprojekte setzt. Konkret richtet sich der Fokus auf die Notwendigkeit der Schaffung neuer Pflegeplätze, der Verbesserung der Krankenhäuser und der Investitionen in den Straßenbau.

Rosa Dávila, Leiterin des kanarischen Finanzressorts, erklärte, das Kabinett habe hart an der Erstellung des Haushaltes gearbeitet, der auf einer Verlängerung des Staatshaushaltes basiere. Wenn Madrid einen neuen Haushalt für das kommende Jahr aufstelle, könnte man einzelne Posten sogar noch erhöhen. Jedenfalls seien die Kassen saniert, und man habe einen Haushalt aufstellen können, der sich auf die Bedürfnisse der Bürger konzentriere, also auf den Abbau der Arbeitslosigkeit, auf Pflege und Gesundheit.

Die Zuschüsse zur Schaffung neuer Pflegeplätze und aus dem Straßenbauabkommen werden die Investitionen auf allen Inseln erheblich erhöhen, teils mehr als verdoppeln. Teneriffa wird mit einem Plus von 154,8 Millionen Euro bzw. 37,3% am stärksten bedacht, gefolgt von Gran Canaria mit einem Plus von 130,64 Millionen Euro bzw. 27%. Auf El Hierro und La Gomera werden die Posten um 149% – von 8 auf 20,2 Millionen Euro –  bzw. 111% – von 14,6 auf 30,9 Millionen Euro – erhöht.

Zu den wichtigsten Vorhaben gehören auf Teneriffa die Schaffung neuer Pflegeplätze (11,75 Millionen Euro), die Schaffung der neuen Anschlussstelle Chafiras Oroteanda auf der TF-1 (14,9 Millionen Euro), die Weiterführung der Arbeiten und Ausstattung von Nord- und Südkrankenhaus (1,6 bzw. 4,8 Millionen Euro).

Auf Gran Canaria die Schaffung neuer Pflegeplätze (ebenfalls 11,75 Millionen Euro), der Bau des Straßenabschnittes zwischen Agaete und El Risco (17 Millionen Euro), die Renovierung des Hospital Doctor Negrín (1 Million Euro). Fuerteventura wird 4,5 Millionen Euro für neue Pflegeplätze, 16,7 Millionen Euro für die Schnellstraße zwischen Puerto del Rosario und Caldereta und 1,5 Millionen Euro für die Renovierung des Generalhospitals erhalten. Lanzarote wurde unter anderem mit 14,3 Millionen Euro für die Erweiterung des Hafens von Playa Blanca, La Palma mit 10 Millionen Euro für die Straße Bajamar-Tajuya, El Hierro mit 3,18 Millionen Euro für den Mirador de La Peña und La Gomera mit zwei Millionen Euro für den Mirador del Cristo bedacht.




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