Mehr Rechte für Transsexuelle


Künftig ist keine vorherige Operation mehr nötig, um Name und Geschlecht in den Personaldokumenten zu ändern

Noch vor der Sommerpause will der Ministerrat ein Gesetz ins Parlament einbringen, das es transsexuellen Menschen ermöglichen soll, Name und Geschlecht in den Ausweispapieren ändern zu lassen, ohne vorher eine operative Geschlechtsumwandlung durchführen zu müssen.

Madrid – Das Gesetz war Teil des Wahlprogramms der Sozialisten und wird als eine „Frage der Gerechtigkeit und Würde für hunderte von Bürgerinnen und Bürgern“ begründet, die sich bislang nicht als Menschen mit allen Rechten entfalten konnten.

Einzige Bedingung ist, dass der Betreffende mindestens 18 Monate unter psychologischer Begleitung mit der neuen Identität gelebt haben muss.

In Spanien leben schätzungsweise 3.000 transsexuelle Menschen. Bislang konnte eine Änderung von Name und Geschlecht im Zivilstandsregister nur vorgenommen werden, wenn ein gerichtliches Urteil vorlag und eine volle operative Geschlechtsumwandlung vorgenommen worden war.

Aus Reihen der Sozialisten sowie Vertretern der Transsexuellen-Verbände wird begrüßt, dass die spanische Gesetzgebung diesbezüglich eine der fortschrittlichsten weltweit sei.




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