Ebbe in Spaniens Wasser­reserven


Madrid – Schlechte Nachrichten überbrachte die Ministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt, Isabel García Tejerina, als sie im spanischen Senat die Wasserbilanz von 2016/ 2017 erläuterte. Während das letzte Jahr noch mit einem Minus von 15% abschloss, war in den ersten Oktobertagen des laufenden Jahres bei den Wasserreserven ein Defizit von 95% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zu verzeichnen. Wo ansonsten sechs Liter je Quadratmeter niedergingen, konnte am Monatsbeginn nur ein Liter gemessen werden.

Die Gesamtwerte liegen in ganz Spanien, mit Ausnahme einiger weniger Gebiete des Baskenlandes, Léridas und des Südens Mallorcas, weit unter den Werten der letzten Jahre.

Zu Beginn dieses Monats befand sich das Wasserniveau in Stauseen und Talsperren auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des Jahrhunderts, bei 38,31% der Gesamtkapazität.

So ist es nicht verwunderlich, dass Tejerina davon ausgeht, dass die Menschen in Spanien ab Anfang 2018 mit Was- serrationierungen leben müssen, sollte sich die Wetterlage nicht umgehend ändern. Denn die Regierung kann die Wasserversorgung nur bis zum Jahresende garantieren.

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