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Vertreter des Kinderhilfswerks „Save the Children“ befürchten, dass wegen der Corona-Pandemie noch mehr Jugendliche die Schule abbrechen werden als bisher. Foto: Save the Children

Vertreter des Kinderhilfswerks „Save the Children“ befürchten, dass wegen der Corona-Pandemie noch mehr Jugendliche die Schule abbrechen werden als bisher. Foto: Save the Children

Mit 7.000 Euro im Jahr überleben

Schon vor der Coronakrise war die Armut in Spanien im Aufwärtstrend, und neue Wirtschaftsprobleme kündigten sich durch ansteigende Arbeitslosenzahlen an. Doch dann kam Covid-19, und Spanien wurde besonders hart vom Virus aber auch von der Armut getroffen. Viele Familien, die schon vorher nicht wussten, wie sie über die Runden kommen sollten und die von den staatlichen Hilfsaktionen nicht erreicht werden, befinden sich in einer hoffnungslosen Lage.

Neun Personen in einer Dreizimmerwohnung

Immer häufiger schildern die Medien, wie ganze Familien mit kleinsten Einkommen überleben müssen. So berichtete ein Blatt über eine junge Frau aus einem Madrider Stadtteil, die mit ihrem Mann, sechs Kindern und einem Enkelkind im Babyalter in einer Dreizimmerwohnung lebt und mit 800 Euro Sozialhilfe im Monat auskommen muss. Weder sie noch ihr Mann haben eine Arbeit. Sie habe immer wieder kleine Jobs gehabt und als Verkäuferin, Putzfrau oder durch die Pflege alter Menschen etwas hinzuverdient, doch jetzt rufe niemand an, erklärte sie dem Zeitungsreporter. Sie stand in der Schlange einer Lebensmittelausgabe, die von einer Bürgerinitiative unterhalten wird, welche bedürftige Familien mit dem Nötigsten versorgt.
20% der Bevölkerung in Spanien gilt als arm. Ganz besonders sind jedoch die Kinder betroffen. Eine offizielle Statistik besagt, dass mehr als 27% in Armut aufwachsen.
Die junge Frau in der Schlan­ge wünscht sich, dass es ihren Kindern einmal besser gehen soll. Sie sei über die siebte Klasse nicht herausgekommen, berichtet sie, habe mit 16 geheiratet und Kinder bekommen. Deshalb schärfe sie ihren Kindern immer wieder ein, dass sie zur Schule gehen und lernen müssen. Eine Tochter mache eine Friseurlehre, darüber sei sie sehr froh, sagt sie. Doch die Coronakrise habe für ihre Schulkinder weitere Probleme gebracht, denn in ihrer Wohnung gebe es keinen Computer, und so konnten die Kinder auch nicht am Fernunterricht teilnehmen.

Armut ist ein Teufelskreis

„Die Armut ist ein Teufelskreis, sagt Diego González Esteban vom Kinderhilfswerk „Save the Children“. Er befürchtet, dass durch die Pandemie und die Schwierigkeiten, den offiziellen Schulunterricht wieder aufzunehmen, noch mehr Jugendliche die Schule abbrechen werden. „Wir gehören schon jetzt zu den Ländern der Europäischen Union mit den meisten Schulabbrechern. Nun wird sich die Quote wahrscheinlich von 18 auf 20 Prozent erhöhen. Aber bei den Kindern aus bedürftigen Familien wird die Quote auf bis zu 30% ansteigen. Die Situation in diesen Familien ist wirklich alarmierend. Ihre Einkünfte sind zurückgegangen, dabei ging es ihnen schon vor Corona schlecht“, klagte er.
Trotz dieser besorgniserregenden Situation gebe es in der Regel keine besondere pädagogische Förderung an den staatlichen Schulen, während Privatschulen, die teilweise auch staatliche Subventionen erhalten, diese Förderung bieten. „Leider ist Armut ein Teufelskreis. Kinder aus armen Familien haben später auch den gleichen Bildungsstand und die gleiche wirtschaftliche Situation wie ihre Eltern“, erklärte der Sprecher von Save the Children.
Hier auf den Kanaren gibt es ungezählte ähnliche Fälle, wie den in dem Pressebericht geschilderten, und die vielen nichtstaatlichen Hilfsstellen, die Lebensmittel und Gebrauchsartikel an bedürftige Familien verteilen, werden des Ansturms kaum noch Herr.
Dank der Spenden unserer Leser konnten wir diese Woche die Nahrungsmittelausgabe La Concepción in Los Realejos mit 1.500 Euro und die Casa de Acogida in Puerto de la Cruz mit 1.000 Euro unterstützen.
Vielen herzlichen Dank an Monika Krüger-Schwarzkopf, Waltraud Weber von La Gomera, an Nora und Norbert, an Gisela Klehr und ihre Gäste sowie an Ingrid Gardow, die sich zum Geburtstag Spenden für unsere Aktion gewünscht hatte, die speziell den Kindern in der Tagesstätte Padre Laraña in Santa Cruz zukommen sollen. Diesen Wunsch haben wir ihr inzwischen erfüllt. Danke auch an unsere Patin Christina Heidbrook für ihre monatlichen Überweisungen auf unser Spendenkonto.

Ein sinnvolles Geschenk
Hausfeste sind eine ideale Gelegenheit, gemeinsam Gutes zu tun. Man wird zu Geburtstagen und anderen Festlichkeiten eingeladen und weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Spende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“ – ein wirklich sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.

Spendenempfänger:

Hilfsstelle Sta. Luisa, La Laguna (10/19) € 1.000
Kinderabt. Clínica Candelaria (09/19) € 550
Servicio Social Adeje (12/09) € 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12, 05/19) € 16.000
„Candelaria Solidaria“ (02/10) € 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, S/C de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 , 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17, 01/19, 02/19, 12/19, 01/20, 03/20, 08/20) € 40.047
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) € 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) € 4.500
Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) € 3.500
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14, 01/20, 02/20, 05/20, 09/20) € 16.430
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18, 3/19, 6/19, 03/20, 08/20) € 28.000
4 Hilfsstellen der Caritas, in und um Puerto: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/ 16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18, 6/18, 8/ 18, 12/18, 3/19, 4/19, 7/19, 10/19, 12/19, 3/20, 05/20 08/20) € 35.750
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) € 4.972,83
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) € 3.300
Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17, 01/19, 05/19, 11/19, 12/19, 01/20, 04/20, 05/20, 09/20) € 25.515
Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. € 3.775
Tagesstätte f. behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18, 12/18, 12/18, 01/19, 02/19, 11/19, 01/20) € 15.340
Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000
Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) € 250
Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) € 2.000
Baby-Bank, Puerto de la Cruz (02/19) € 500

Einladung zum Mitmachen
Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein
Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Der Bankdirektor Don Jordi Pastoret Aguilar führt dieses Konto für uns kos­tenlos.
Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.


Spendenkonto
Bei der Banco Sabadell
In Spanien: 00810403340001185625
vom Ausland:
IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXX

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Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.
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