UNICEF fordert Plan für die Kindheit


Amós García, der Präsident von UNICEF auf den Kanaren, fordert, die Kindheit zu einem wichtigen und entscheidenden Punkt in der politischen Agenda zu machen. Foto: EFE

Aufgrund ihres letzten Berichtes, den der kanarische Präsident von UNICEF, Amós García, kürzlich vorgestellt hat, fordert die Hilfsorganisation einen „Plan für die Kindheit und die Familien“, um die Gefahr der sozialen Ausgrenzung, welche die höchste in Spanien ist, zu bekämpfen. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, besteht für 49,4% der auf dem Archipel lebenden Kinder die Gefahr, unter die Armutsgrenze zu fallen. Dieser Prozentsatz liegt sechzehn Punkte über dem nationalen Durchschnitt, was bedeutet, dass 149.000 Kinder und Jugendliche betroffen sind.

Der Präsident von UNICEF auf den Kanarischen Inseln hat­te im Rahmen einer Pressekonferenz diesen Bericht vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit den Universitäten von La Laguna und Las Palmas ausgearbeitet wurde. Er werde diese Daten umgehend der Kommission für Arbeit und Soziales des Regionalparlaments vorlegen, ließ er wissen. Von den politischen Gruppen im Parlament erwarte er, dass sie umgehend Maßnahmen ergreifen, um die Situation zu verbessern.

„Die Kindheit muss ein wichtiger und entscheidender Punkt in der politischen Agenda sein, um dieser Realität zu begegnen, die 49,4 Prozent der Kinder auf den Kanarischen Inseln betrifft“, forderte er.

Amós García erinnerte daran, dass es sich bereits um die zweite Analyse handelt, welche seine Hilfsorganisation für die Kanaren durchgeführt hat. Die erste betraf den Zeitraum 2012-2013. Jetzt zeige sich aufgrund des neuen Berichts, dass die Situation der Kinderarmut nach wie vor existiert und sich die Wirtschaftskrise in den Familien fortsetzt. „Die Armut ist Teil des täglichen Lebens der Familien in bestimmten Wohngebieten der Inseln, daher sind soziale Programme und Investitionen auf diesem Sektor dringend notwendig.“

Der Plan für Kindheit und Familie, der von UNICEF eingefordert wird, müsse ganz konkrete Ziele und genau festgelegte Posten in den Haushaltsplänen enthalten, um die größte Herausforderung, den Kampf gegen die Armut, für die Gesundheit, die Erziehung und den Schutz der Kindheit zu bestehen, fordert Amós García im Namen von UNICEF. Dazu gehöre auch, dass die Früherziehung der Kinder garantiert werde, indem Plätze in Kindergärten und Vorschuleinrichtungen zur Verfügung gestellt werden, die für Kinder aus bedürftigen Familien kostenlos sind.

Im Rahmen der sogenannten Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung der Kanaren, sollten auch konkrete Ziele festgelegt werden, wie die Senkung der Kinderarmut auf 13%, der Schulabbrüche auf 5% sowie die Schaffung eines Gesetzes gegen Gewalt gegenüber Kindern sowie die Erhöhung der Ausgaben für deren Entwicklung auf 0,4% des Bruttoinlandsproduktes.

Die kanarische Wirtschaft wächst, das soziale Gefälle ebenfalls

Im Gegensatz zu den Beteuerungen der kanarischen Regierung über die wirtschaftliche Erholung zeigen die Indikatoren, dass sich in der Region das soziale Gefälle innerhalb der Bevölkerung ständig vergrößert. Mit einer Wirtschaft, die beinahe völlig vom Tourismus-Sektor abhängt, der sich andererseits zum Teil in den Händen von internationalen Gesellschaften befindet, ist die steigende Armut die logische Folge. Die von Jahr zu Jahr steigenden Besucherzahlen und die Rekordumsätze der touristischen Unternehmen kommen nicht bei den Menschen an und zwar weder in Form neuer Arbeitsplätze noch in besserer Bezahlung.

Diese und zahlreiche weitere Fakten sind der Studie „VII Informe del Estado de la Pobreza“ des europäischen Netzes gegen die Armut und soziale Ausgrenzung in Spanien – EAPN-ES entnommen, die Anfang des Monats in den Medien veröffent- licht wurde. Danach sind die Kanaren die Region Spaniens, in der das größte Risiko existiert, unter die Armutsgrenze zu fallen, 44,6% der Bevölkerung ist davon betroffen.

Auf nationaler Ebene besteht das Armutsrisiko für 12,9 Millionen Bürger bzw. 27,9% der Bevölkerung. Neben den Kanaren führen die autonome Stadt Ceuta sowie Andalusien die „Armutsliste“ der spanischen Regionen an.

Dank Ihrer Spenden, liebe Leser, konnten wir den Helfern der Kirchengemeinde Virgen de los Dolores in Puerto de la Cruz, welche bedürftige Familien mit Lebensmitteln versorgen, eine Unterstützung von 1.500 Euro zukommen lassen. Auch in deren Namen ein herzliches Dankeschön.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“,

Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17) Euro 32.962,45

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18) Euro 13.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17) Euro 19.000

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zus. Euro 8.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300

Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17) Euro 13.010

Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775

Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18) Euro 11.000

Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000

Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250

Spendenkonto

Bei der Banco Sabadell

In Spanien: 00810403340001185625

vom Ausland:

IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXXX

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.

Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.
Abonnieren
Benachrichtige mich zu:
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen