Tadel aus Brüssel


Die EU-Kommission bemängelt, dass die Arbeitslosenzahlen in Spanien weiterhin hoch sind. Foto: EFE

Rüge wegen des großen Verarmungsrisikos

Spaniens Wirtschaft wächst 2019 im sechsten Jahr in Folge und zwar in einem Rhythmus, der über dem Durchschnitt der Eurozone liegt. Die Arbeitslosigkeit ist rückläufig, und die Staatsverschuldung hat abgenommen. Aber die Rückkehr aus der Krise hat auch ihre Schwachstellen. Viel zu viele Menschen sind noch ohne Arbeit oder sie haben lediglich Saison- oder Zeitverträge und leben in der permanenten Gefahr, zu verarmen und ausgegrenzt zu werden.

Diese Diagnose stammt von der Europäischen Kommission und wurde kürzlich veröffentlicht. In der Studie wird festgestellt, dass Spanien nur einen sehr beschränkten Fortschritt gemacht hat angesichts dessen, was man erwartet hatte. Einer der Gründe sei die politische Situation mit einem Regierungswechsel im Juni vergangenen Jahres und nun erneuten Wahlen.

In Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik sind die Kritikpunkte, welche in dem Dokument formuliert werden, ganz besonders zahlreich. Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass Spanien sehr „lahm“ die Krise verlässt. Das sei besonders an der hohen Zahl von Menschen zu erkennen, die von Armut bedroht sind, insbesondere Kinder. Betroffen sind Saisonarbeiter, nicht qualifizierte Personen oder solche, die außerhalb der EU geboren sind. Sie stellen den höchsten Prozentsatz in der gesamten EU. Die öffentlichen Mittel für die Hilfe verarmter Familien dagegen sind nur halb so hoch wie der Durchschnitt aller EU-Staaten. Außerdem werden die Mittel nicht gezielt für Familien mit geringem Einkommen eingesetzt.

Ein zusätzliches Problem ist der hohe Prozentsatz junger Menschen, die vorzeitig die Schule, ihre Studien oder ihre Ausbildung verlassen und somit keine Qualifikation erreichen. Das wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und stellt eine bedeutende Barriere in der Entwicklung und Nutzung neuer Technologien dar.

Wiederholt wird der Prozentsatz der Arbeitslosen erwähnt, der weit über dem europäischen Durchschnitt liegt und von dem insbesondere Jugendliche betroffen sind. Die Erhöhung des Mindestlohns um 22,3%, der zu Anfang dieses Jahres erfolgte, hilft zwar gegen die Armut der Menschen, die eine Arbeit haben, doch hat sie einen negativen Effekt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen für Jugendliche und Geringqualifizierte.

Ein absoluter Negativ-Faktor ist nach der Studie der Europa-Kommission die große Zahl von Zeitverträgen. Sie bremsen das Wachstumspotenzial und verhindern den sozialen Zusammenhalt. Die dort genannten Fakten zeigen die enormen Schwierigkeiten auf, von einem Zeitvertrag zu einer Festanstellung zu gelangen. Und diese Barriere für die berufliche Mobilität verhindert die Suche nach einem Arbeitsplatz. Eine unterbrochene oder nicht beendete berufliche Laufbahn zieht auch eine Verminderung des sozialen Schutzes nach sich und ist eine zusätzliche Schwierigkeit für das Rentensystem.

Dieses Protokoll des Europarates ist Teil des sogenannten europäischen Semesters, des Mechanismus, mit dem die Wirtschafts- und Etat-Politik der Europäischen Union koordiniert wird.

In den vergangenen Wochen ist ein wahrer Spendenregen auf unserem Konto eingegangen. Insgesamt 2.275 Euro wurden von zehn lieben Menschen überwiesen. Einige von ihnen, wie das Ehepaar Dierks und seine Tochter Vanessa, Gerhard de Klehr, Hermann Schaedle, Sabine Stenzel und Waltraud Weber, unterstützen uns immer wieder mit ihren Spenden. Auch der deutschsprachige Männerchor del Norte hat von den Einnahmen seines letzten Konzerts wieder einen Teil an unsere Aktion Aus Geben wächst Segen gespendet. Traudel und Claus sowie Karl-Ulrich Riegelmann haben ihr Herz für bedürfte Menschen entdeckt. Ihnen allen ein ganz dickes Dankeschön.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“,

Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

„Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, S/C de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17, 01/19,/ 02/19) Euro 35.737,67

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18, 3/19) Euro 23.500

4 Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18, 6/18, 8/18, 12/18, 3/19) zus. Euro 26.750

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300

Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17, 01/19) Euro 15.510

Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775

Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18, 12/18, 12/18, 01/19, 02/19) Euro 13.170

Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000

Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250

Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) Euro 2.000

Baby-Bank, Puerto de la Cruz (02/19) Euro 500

Spendenkonto

Bei der Banco Sabadell

In Spanien: 00810403340001185625

vom Ausland:

IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXXX

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.

Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.

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