Mietbeihilfe – die Bedingungen der kanarischen Regierung sind kaum zu erfüllen


Cristina Valido ist die kanaische Ministerin für Arbeit, Sozial- und Wohnungspolitik. Foto: EFE

Fast alle im Parlament der Kanaren vertretenen Parteien haben das Verfahren, welches die Regierung für die Beantragung einer Mietbeihilfe vorgegeben hat, heftig kritisiert. Es scheint, als wolle das Ressort für Arbeit, Sozialpolitik und Wohnungswesen, das unter der Leitung von Cristina Valido steht, möglichst viele Antragsteller ausschließen, sozusagen die Subventionen „im Geheimen“ zuteilen, lautet die vorherrschende Kritik.

Obwohl eine Vielzahl von Unterlagen beigebracht werden muss, beträgt die Frist für die Abgabe der Anträge lediglich 15 Tage. Sie wurde ausgerechnet in den Monat August gelegt, wo viele Bürger Urlaub haben und die Behörden bekanntlich – wenn überhaupt – nur mit halbem Einsatz arbeiten.

Für die PP-Abgeordnete Pepa Luzardo ist es beschämend, dass es schon im vergangenen Jahr ähnliche Probleme gab, die auch heuer nicht vermieden werden. Damals wurden 7.000 Anträge eingereicht, doch nur 3.099 positiv entschieden. In anderen spanischen Regionen würde der Zeitraum für die Beantragung in anderen Monaten liegen und mindestens 30 Tage betragen, kritisierte die Abgeordnete. Auch für sie ist das derzeitige Verfahren eine Art Versteckspiel der CC-Regierung. Sie habe kürzlich am Verwaltungsgebäude des zuständigen Ressorts vorbeigeschaut und eine beachtliche Schlange von Antragstellern feststellen können, die offenbar die letzte Frist nutzen mussten.

In ähnlicher Weise äußerte sich auch die Sprecherin der linkspopulistischen Podemos, Noemi Santana. Sie kündigte an, ihre Fraktion werde die Ressortchefin für Arbeit, Sozialpolitik und Wohnungswesen vor die Parlamentskommission zitieren, um zu erklären, weshalb der ohnehin viel zu kurze Beantragungstermin ausgerechnet in den Ferienmonat August gelegt wurde. „Die Zahlung der Mietbeihilfe erfolgt semesterweise, also alle sechs Monate, dabei muss die Miete ja Monat für Monat gezahlt werden. Wie will die Kanarenregierung das dem Vermieter erklären? Ein Betrag von maximal 250 Euro monatlich, der noch dazu erst in sechs Monaten ausgezahlt wird. Sollen die Menschen, die diese Hilfe benötigen, in der Zwischenzeit nichts essen“, fragte sie in einem Gespräch mit den Medien. Auf nationaler Ebene betrage der Höchstbetrag immerhin 500 Euro und in den Großstädten und Ballungsgebieten, wo die Mietpreise besonders hoch sind, könne es auch noch Zulagen geben. Auf den Kanaren dagegen werde alles über einen Kamm geschoren. Ob in Garachico oder La Laguna, ob in Las Palmas oder Ingenio, überall würden die gleichen Mietsätze zugrunde gelegt. „Hier wird mit der Mietbeihilfe Versteck gespielt“, kritisierte auch sie. „Während der Regierungschef nach Havanna fliegt und im Fünfsternehotel wohnt, werden an unsere Leute Brotkrumen verteilt, dabei haben wir die höchste Armutsrate in ganz Spanien“, lautete ihr Seitenhieb auf die Regierung der Kanarischen Koalition CC.

In ähnlichem Tenor äußerte sich auch der Chef der Nueva Canaria, Román Rodríguez. Er warf der Regierung vor, dass sie bislang keinen Wohnungsplan für die Region zustande gebracht habe. Seit zehn Jahren sei der Bau öffentlich geförderter Wohnungen praktisch nicht mehr existent. Ein Beweis für die mangelnde soziale Einstellung der Regierung.

Aufgrund der massiven Kritik hat sich die zuständige Ressortchefin Cristina Valido entschuldigt und eine Fristver- längerung von fünf Tagen angekündigt, aber, wie gewohnt, der Madrider Regierung die Schuld gegeben. Durch den Regierungswechsel sei die Abwicklung der Verträge ins Stocken geraten und das betreffende Abkommen erst in den letzten Julitagen unterschrieben worden, erklärte sie.

Trotz unserer Betriebsferien konnten wir uns über zahlreiche Spenden freuen. Waltraud Weber, Nora und Norbert, Sylvia Wollny, Heinz-Jürgen Rayen und unsere Patin Christina Heidbrook sowie liebe Menschen, die ihren Namen nicht nennen möchten, haben Beträge überwiesen. Ihnen allen ein ganz dickes Dankeschön.

Ein sinnvolles Geschenk

Hausfeste sind eine ideale Gelegenheit, gemeinsam Gutes zu tun. Man wird zu Geburtstagen und anderen Festlichkeiten eingeladen und weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Spende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“ – ein wirklich sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“,
Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000
Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17) Euro 32.962,45
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500
Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18) Euro 21.500
4 Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18) zus. Euro 21.750
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300
Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17) Euro 13.010
Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775
Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18) Euro 11.000
Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000
Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250
Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) Euro 2.000
Spendenkonto
Bei der Banco Sabadell
In Spanien: 00810403340001185625
vom Ausland:
IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXXX
Einladung zum Mitmachen
Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.
Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.
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