„Inclúyeme“ – Freiwillige Helfer für einsame Menschen

„Inclúyeme“ ist auf Initiative von Einwohnern aus Los Abrigos entstanden. FOTO: Inclúyeme

„Inclúyeme“ ist auf Initiative von Einwohnern aus Los Abrigos entstanden. FOTO: Inclúyeme

Im September vergangenen Jahres ist im Inselsüden eine Grup­pe von Menschen zusammengekommen, die unter dem bezeichnenden Namen Inclúyeme – beziehe mich mit ein – allein lebenden Personen und mittellosen Familien zur Hilfe kommen. Die Ausgangssperre hat besonders ältere Menschen, die zur Risikogruppe gehören, hilflos gemacht. Die vierzig Freiwilligen, die sich zu dieser Hilfsgruppe zusammengeschlossen haben, sind vorwiegend im Inselsüden tätig.
Inclúyeme entstand im Rahmen einer Veranstaltung, die von Bewohnern der Gemeinde Los Abrigos organisiert worden war, um Menschen mit Behinderungen jeglicher Art zu unterstützen – so ist auch der Name entstanden. Heute, so berichtet die Zeitung „Diario de Avisos, schwärmen die Helfer in der gesamten Umgebung aus, um dort einzuspringen, wo die Corona-Krise viele Menschen hilflos gemacht hat. Bekanntlich ist dieser Teil der Insel ganz besonders hart von den wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen des Covid-19 betroffen, weil die meisten Familien direkt oder indirekt vom Tourismus lebten, der inzwischen komplett zum Erliegen gekommen ist. Der Flugverkehr ist eingestellt, Hotels, Gewerbebetriebe und Dienstleister mussten schließen, und fast alle Menschen sind zurzeit arbeitslos.
Nun kümmern sich die Mitglieder von Inclúyeme um die Personen, die unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden haben, die einsam sind und ihre Wohnung nicht verlassen können. Sie besorgen den Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten, und sie haben vor allem ein offenes Ohr für die Menschen, die sie besuchen.
„Wenn Du an einer Tür klingelst, ist die erste Reaktion desjenigen, der sie öffnet, eine gewisse Peinlichkeit, denn uns allen ist es peinlich, um Hilfe zu bitten“, berichtete einer der Helfer der Zeitung. Doch dann kommen die Tränen, und man möchte die Person umarmen. Doch das kann man ja jetzt leider nur aus der Distanz tun. Wir sagen ihnen, dass sie sich aussprechen und erleichtern sollen. Es ist sehr wichtig, alte Menschen zu begleiten, damit sie nicht einsam sind“, unterstrich er. Die meisten älteren Menschen reden, reden und reden. Man bemerkt, dass sie darüber sprechen müssen, wie sie leben. Wir schenken ihnen alle Zeit, die sie benötigen, um sich von ihrer psychischen Last zu befreien“ erklärte er. Und das Videogespräch sei ein weiteres Mittel, um den Senioren Zuneigung aus der Entfernung zu vermitteln.
Ein Mitglied der Gruppe berichtete, dass sie vor Kurzem über eine Mutter und ihre Tochter von knapp zwanzig Jahren informiert wurde, die vor fünf Tagen ein Baby zur Welt gebracht hatte und die über keinerlei Mittel verfügten, um Mutter und Kind zu versorgen. Dank eines Aufrufs der Whats­App-Gruppe, standen in kurzer Zeit Windeln und auch ein Kinderwagen für das Baby zur Verfügung.
Ein Beamter der Nationalpolizei, selbst mit dem Virus infiziert, bat um Hilfe, weil ein Familienmitglied allein im Inselsüden lebt, und er selbst nicht helfen kann. Und eine Krankenschwester aus der Uni-Klinik wandte sich an Inclúyeme, weil ihre alten Eltern allein leben und Hilfe benötigen. „Ich könnte viele Geschichten erzählen, und nicht nur von alten Menschen“, berichtete der Schatzmeister der Gruppe dem Diario. „Vor einigen Tagen haben wir Lebensmittel zu einem jungen Pärchen gebracht, das ein kleines Baby und ein weiteres etwa vierjähriges Kind hat. Wir mussten tief durchatmen als wir ihre Wohnung verließen, um die Rührung zu überwinden, und wir sind erneut zu der Überzeugung gekommen, dass man sehr viel tun kann, anstatt die Zeit zu verlieren….“.
Wir haben uns inzwischen mit dem Diario de Avisos in Verbindung gesetzt, um mit Inclúyeme in Kontakt zu treten und ihnen eine Hilfe aus unserer Spendenaktion „Aus Geben wächst Segen“ zukommen zu lassen.
Waltraud Weber, Bärbel Brem, Kurt Machler und eine ältere Dame, die anonym bleiben möchte, haben uns Spenden auf unser Konto überwiesen. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön.

Ein sinnvolles Geschenk
Hausfeste sind eine ideale Gelegenheit, gemeinsam Gutes zu tun. Man wird zu Geburtstagen und anderen Festlichkeiten eingeladen und weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Spende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“ – ein wirklich sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.

Spendenempfänger:

Hilfsstelle Sta. Luisa, La Laguna (10/19) € 1.000
Kinderabt. Clínica Candelaria (09/19) € 550
Servicio Social Adeje (12/09) € 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12, 05/19) € 16.000
„Candelaria Solidaria“ (02/10) € 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, S/C de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 , 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17, 01/19, 02/19, 12/19, 01/20, 03/20) € 38.547
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) € 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) € 4.500
Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) € 3.500
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14, 01/20, 02/20) € 13.930
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18, 3/19, 6/19, 03/20) € 26.500
4 Hilfsstellen der Caritas, in und um Puerto: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/ 16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18, 6/18, 8/ 18, 12/18, 3/19, 4/19, 7/19, 10/19, 12/19, 3/20) € 32.750
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) € 4.972,83
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) € 3.300
Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17, 01/19, 05/19, 11/19, 12/19, 01/20, 04/20) € 22.515
Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. € 3.775
Tagesstätte f. behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18, 12/18, 12/18, 01/19, 02/19, 11/19, 01/20) € 15.340
Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000
Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) € 250
Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) € 2.000
Baby-Bank, Puerto de la Cruz (02/19) € 500

Einladung zum Mitmachen
Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein
Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Der Bankdirektor Don Jordi Pastoret Aguilar führt dieses Konto für uns kos­tenlos.
Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

Spendenkonto
Bei der Banco Sabadell
In Spanien: 00810403340001185625
vom Ausland:
IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXX

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Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.

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