Die Schulspeisung bleibt auch in den Sommerferien unverzichtbar


Zahlreiche kanarische Schulen öffnen in den Sommerferien ihre Schulkantinen, um bedürftige Kinder auch in dieser Zeit mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Foto: EFE

Der Beginn der großen Ferien ist nicht für alle kanarischen Kinder ein Anlass zu reiner Freude. In zahlreichen bedürftigen Familien verschärft der Wegfall des für Kinder einkommensschwacher Eltern kostenfreien Mittagessens in der Schule die Situation noch zusätzlich. Und wenn das Geld kaum für das Notwendigste reicht, dann sind erst recht keine Mittel für Ferien- und Freizeitaktivitäten vorhanden.

Deshalb öffnen seit 2014 zahlreiche kanarische Schulen ihre Kantinen für diejenigen Kinder, die auch während der Schulzeit von der Bezahlung des Mittagessens freigestellt sind, und sie bieten auch einige Freizeitaktivitäten an, damit die Kinder nicht vereinsamen, wenn die Eltern wie gewohnt arbeiten gehen, aber keines der üblichen Feriencamps bezahlen können.

Auf den Kanaren sind es in diesem Jahr 109 Schulen, die seit dem 2. Juli wieder geöffnet sind und bis zum 31. August Spiel-, Sport- und Lernaktivitäten sowie ein Mittagessen für die berechtigten Schüler organisieren. In den letzten vier Jahren, seit es die Initiative gibt, ist die Zahl der Schulen, die in den Ferien öffnen, zurückgegangen, denn das Bildungsministerium und Fecam, der Verband der Kanarischen Gemeindeverwaltungen, arbeiten darauf hin, dass sich die Ayuntamientos dieses Programms annehmen.

2.267 Kinder sind insgesamt für den Juli angemeldet und 2.115 für den August. Vor vier Jahren waren es noch doppelt so viele Schüler. Das Programm war anfangs, als es im Jahr 2013 ins Leben gerufen wurde, richtungweisend für ganz Spanien und nicht nur als Möglichkeit gedacht, bedürftige Kinder mit einem täglichen warmen Essen zu versorgen, sondern auch die fremd- sprachliche Bildung zu fördern.

Ein halbes Jahrzehnt später ist dieser hohe Anspruch gescheitert: Der Englischunterricht ist aus dem Freizeit- und Lernangebot, das dieses Jahr durch rund 200 Gruppenleiter betreut wird, verschwunden, weil sich nicht genügend Sprachlehrer fanden, welche die geplanten zehn Wochenstunden Englischunterricht pro Schulzentrum erteilen wollten.

Der Generaldirektor für Bildungsförderung der Kanarenregierung Jonathan Fumero führt den Rückgang der Teilnehmer weniger auf eine mögliche Verbesserung der ökonomischen Situation der Familien zurück als auf die Ausweitung der Sommerprogramme der Städte und Gemeinden, die immer mehr Kinder aufnehmen können.

Auf Teneriffa sind mit 1.059 Schülern im Juli und 1.020 im August die meisten Kinder in den über den Sommer geöffneten Schulzentren angemeldet. Auf Gran Canaria sind es 878 bzw. 785. La Palma folgt mit 128 bzw. 105, Lanzarote mit 120 bzw. 116, Fuerteventura mit 55 bzw. 62, die kleinste Kanareninsel El Hierro mit 24 Kindern in beiden Monaten, und das geringste Aufkommen gibt es auf La Gomera, wo im Juli und August nur jeweils drei Schüler an dem Sommerprogramm teilnehmen.    

Trotz der Sommerangebote von Schulen und Ayuntamientos spielen die Initiativen der verschiedenen karitativen Organisationen, die sich auch in dieser Zeit um von Armut und Ausgrenzung bedrohte Kinder kümmern, eine wichtige Rolle bei der Schließung der Versorgungslücke in den Ferien. Mit der Aktion „Aus Geben wächst Segen“ unterstützen wir immer wieder die Ferienlager dieser Organisationen. Wir danken allen Spendern, die uns dies jedes Jahr aufs Neue ermöglichen.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“,

Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17) Euro 32.962,45

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas „Virgen de los Dolores“, Puerto de la Cruz (01/12, 09/12, 06/13, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18) Euro 13.750

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18) Euro 21.500

Vier Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Francia“ (12/12, 3/13, 12/13, 3/14) zus. Euro 8.000

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300

Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17) Euro 13.010

Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775

Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18) Euro 11.000

Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000

Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250

Spendenkonto

Bei der Banco Sabadell

In Spanien: 00810403340001185625

vom Ausland:

IBAN: ES1400810403340001185625

BIC: BSABESBBXXX

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.

Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.

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