Die NGO Oxfam Intermon warnt:


Bild aus dem Video „Desigualdad 1- Igualdad de oportunidades O“ vom Youtube-Kanal Oxfam Intermón. Foto: Oxfam Intermón

„Armut ist erblich: Eine Familie mit geringem Einkommen benötigt vier Generationen, um zum Mittelstand aufzurücken.“

Armut ist erblich. Das ist einer der Fakten, welche die international tätige Hilfsorganisation Oxfam Intermon in ihrer Studie aufzeigt. Anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels im Schweizer Davos hatte die Organisation einen Bericht über die soziale Situation in Spanien vorgelegt und aufgezeigt, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter vertieft hat. „Das soziale Gefälle hat sich während der letzten Wirtschaftskrise schlagartig erhöht, und ist noch immer nicht unter Kontrolle“, heißt es wörtlich.

„Armut und Reichtum werden vererbt, und je mehr das geschieht, umso ungleicher ist ein Land“. In Spanien sei die Armut in einem Maße vererbt worden, dass, so kalkulieren die Autoren des Berichtes, vier Generationen oder 120 Jahre nötig sind, damit eine Familie, die zu den ärmesten zehn Prozent gehört, ein Einkommensniveau erreicht, das dem nationalen Durchschnitt entspricht – sofern dies nicht durch entsprechende Maßnahmen verhindert werde.

Dies ist eine der Schlussfolgerungen, welche Oxfam in ihrem Bericht zieht, der sinngemäß den Titel „Ungleichheit 1 – Chancengleichheit 0“ trägt. Die Organisation sieht Spanien auf dem vierten Platz innerhalb der EU, was die soziale Ungleichheit betrifft. Sie bezieht sich dabei auf Daten der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). „Es ist nicht garantiert, dass jede neue Generation besser lebt als die vorausgegangene. Die Kinder erben in hohem Grade die soziale Klasse und das Niveau der Einkünfte ihrer Eltern“. Mehr Ungleichheit bedeutet, dass die Jungen und Mädchen von dem Umfeld abhängig sind, in das sie hineingeboren wurden. Ihre Chancen sind geringer, und es gibt weniger Möglichkeiten für einen sozialen Aufstieg. Wer in einer Familie mit hohen Einkünften geboren wird, verdient später 40% mehr, als wäre er in einer Familie mit geringen Einnahmen auf die Welt gekommen, haben die Verfasser errechnet. In Belgien, Dänemark, Finnland und Norwegen sind es lediglich 20%.

Auch die Erziehungschancen sind heute noch ungleicher als vor der Krise, wird in der Studie festgestellt, da es keine „soziale Mobilität“ gebe – den Wechsel auf ein anderes soziales Niveau. Wer sich in einer besseren wirtschaftlichen Situation befindet, kann seinen Kindern bessere Mittel und Möglichkeiten geben, um ihre Stellung zu verbessern. Für Oxfam liegt die Lösung darin, die Einkommens­- unterschiede zu verringern, um die Chancengleichheit zu verbessern. Die Hälfte der Personen, welche Schule und Ausbildung vorzeitig abbrechen, ge- hört zu den 20% der Familien mit den geringsten Einkünften.

Die Mittelklasse schrumpft

Die Wirtschaftskrise hat auch dazu geführt, dass Spanien auf dem zweiten Platz der Staaten der OECD liegt, in denen die meisten Familien mit mittleren und kleinen Einkommen unter die Armutsgrenze geraten sind. Es gebe immer weniger Menschen, die man zum Mittelstand zählen könne, und auch diese Gruppe verzeichne weniger Einkünfte. „Jeder sechste Haushalt des Mittelstandes verarmte während der Krise, und wir haben die Armut noch immer nicht verringert“, stellt Oxfam fest.

„Die Haushalte mit geringen Einnahmen haben bislang noch nicht vom viel gepriesenen Wirtschaftswachstum profitiert, klagt Oxfam an. „Im vergangenen Jahr waren 617.000 Familien ohne jegliches Einkommen, 16.500 mehr als im Jahr zuvor. Gleichzeitig hat sich die Zahl der „Ultra-Millionäre“, deren Nettovermögen 40 Millionen Euro oder mehr beträgt, gegenüber 2017 um 4% auf insgesamt 1.690 erhöht“. Nach Ansicht der Organisation hat die Krise die Unfähigkeit des Sozialsystems, die Menschen zu schützen und die Armut zu verringern, unter Beweis gestellt.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Dr. Kreil und Frau Kubischek, die bei ihren Vorträgen im Haus Michael einen beachtlichen Spendenbetrag gesammelt haben. Ebenso an Nora und Norbert, Manfred Vogel, Waltraud Weber, die nette Dame, die nicht genannt werden möchte, an C.A. sowie an unsere Patin Christina Heidbrook für ihre Spenden.

 

Ein sinnvolles Geschenk

Hausfeste sind eine ideale Gelegenheit, gemeinsam Gutes zu tun. Man wird zu Geburtstagen und anderen Festlichkeiten eingeladen und weiß gar nicht mehr so recht, was man sich von seinen Gästen wünschen soll. Warum stellen Sie nicht eine Geschenkebox auf und wünschen sich eine Spende für die Aktion „Aus Geben wächst Segen“ – ein wirklich sinnvolles Geschenk. Einige unserer Leser haben so beachtliche Beträge zusammengebracht und waren stolz auf ihre großzügigen Gäste.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500

Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“, Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000

„Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000

Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, S/C de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17, 01/19,/ 02/19) Euro 35.737,67

Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000

Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500

Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500

Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930

Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000

Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18) Euro 21.500

4 Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18, 6/18, 8/18, 12/18) zus. Euro 25.750

Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83

Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300

Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17, 01/19) Euro 15.510

Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775

Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18, 12/18, 12/18, 01/19, 02/19) Euro 13.170

Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000

Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250

Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) Euro 2.000

Baby-Bank, Puerto de la Cruz (02/19) Euro 500

 

Spendenkonto

Bei der Banco Sabadell

In Spanien: 00810403340001185625

vom Ausland:

IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXXX

 

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.

Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.

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