Rückblick: Ausgabe vom 18. August 1989


Das waren noch Zeiten, als man auf der Avenida Familia Bethencourt y Molina, seinerzeit die Avenida Generalísimo, noch auf beiden Seiten parken konnte und es dort mehrere Tiefgaragen gab, viele Straßen, die heute Fußgängerzonen sind, befahrbar und „beparkbar“ waren und es unter dem Busbahnhof ein großzügiges Parkhaus zum günstigen Monatstarif gab, das inzwischen auch dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen ist. Trotzdem gab es auch damals schon erhebliche Engpässe, und die Innenstadt von Puerto de la Cruz war ständig zugeparkt, sodass der Ruf nach Parkuhren immer lauter wurde. Was heute angesichts der höheren Personal- und Unterhaltungskosten längst nicht mehr zeitgemäß ist, war vor dreißig Jahren für eine moderne Stadt unverzichtbar. Und so hatten die Stadtväter ein offenes Ohr für das Anliegen der Bürger und ließen zunächst entlang der Avenida Colón, damals natürlich noch keine Flaniermeile, die ersten Parkuhren installieren.

In unserer Ausgabe vom 18. August 1989 berichteten wir darüber, auf welchen Straßen von Puerto de la Cruz das Parken zukünftig gebührenpflichtig war und wo man davon ausgehen konnte, dass dort keine Leihwagen mehr abgestellt wurden. Für manchen Arbeitnehmer, der mit dem Auto zu seiner Arbeitsstelle fahren musste, war das allerdings keine gute Nachricht.

Die Nachricht: Parkuhren in Puerto de la Cruz

Jahrelang war die Rede davon. Nun sind in der Innenstadt von Puerto de la Cruz die ersten Parkuhren aufgestellt worden. Zunächst sind die Straßen Avenida Colón und José de Arroyo betroffen, wo die parkenden Fahrzeuge von insgesamt 14 Einheiten im Abstand von jeweils hundert Metern von morgens neun bis abends um acht überwacht werden. Die Aufstellung dieser Parkuhren ist eine der Maßnahmen, welche die Stadtväter von Puerto de la Cruz beschlossen haben, um die immer größer werdenden Parkprobleme in der Innenstadt zu lösen und den Verkehrsfluss zu verbessern, der durch die ständig zunehmende Zahl der Fahrzeuge immer zähflüssiger wird. Es handelt sich in Wirklichkeit um eine neue Art von „blauen Zonen“, nur dass diese besser kontrolliert sind und der Autofahrer für die Parkstunde sechzig Peseten blechen muss. Doch sicherlich werden viele Autofahrer lieber den Obolus entrichten, als auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit hoffnungslos Runden zu drehen und ihre Einkäufe meilenweit zu schleppen. Ganz abgesehen davon, dass so mancher, der sein Auto etwas leichtsinnig parkt, es dann im städtischen Depot abholen kann, weil es abgeschleppt worden ist. In erster Linie sollen mit dieser Maßnahme die schätzungsweise über dreitausend Leihwagen aus der Innenstadt von Puerto vergrault werden, die den Einwohnern und Besuchern der Touristenstadt die Parkplätze wegnehmen.

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