Rückblick: Ausgabe vom 16. Juni 1989


Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Playa Jardín, der Gartenstrand von Puerto de la Cruz, ist für Bürger wie für Urlaubgäste der beliebteste Ort, um Sonne und Meer zu genießen und freie Zeit zu verbringen. Während der Sommermonate bevölkern die Familien von Puerto de la Cruz mit Picknick und Sonnenschirm den Strand. Das war jedoch nicht immer der Fall. Noch vor dreißig Jahren war die Anlage eines schönen und sicheren Badestrandes ein dringendes Anliegen der Stadtväter, der Reiseveranstalter und vor allem der Bürger. Und so war die Ankündigung, dass der Strand, damals noch Punta Brava genannt, noch im laufenden Jahr instand gesetzt und unter der künstlerischen Leitung des genialen César Manrique gestaltet werden soll, eine wichtige Nachricht in unserer Ausgabe vom 16. Juni 1989.

In unserer Ausgabe vom 16. Juni 1989 berichteten wir auch über die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten, die zunächst erforderlich waren, wie der Bau von Schutzmolen, die sich in etwa 200 Metern Entfernung unterhalb der Wasseroberfläche befinden sollten, um die „Optik“ nicht zu stören. Insgesamt sollte ein Kilometer Küstenzone verschönert werden.

Die Nachricht: Instandsetzung des Strandes von Punta Brava soll in diesem Jahr beginnen

Der Bürgermeister von Puerto de la Cruz, Felix Real, hat nun in Madrid das Abkommen unterzeichnet, das die Zusammenarbeit der Stadt mit der vom Bauministerium abhängigen Generaldirektion für Häfen und Küsten in Sachen Instandsetzung des Strandes von Punta Brava sichert.

Der Kostenvoranschlag liegt bei 1,682 Milliarden Peseten (rund 100 Millionen Euro), von denen das Bauministerium 899 Millionen Peseten tragen wird. Der Restbetrag muss von der Stadt Puerto de la Cruz aufgebracht werden.

Das Abkommen sieht den Beginn der Bauarbeiten noch in diesem Jahr vor. Die Arbeiten sollen 1992 fertiggestellt sein. Die Auftragsvergabe sowie die technische Leitung des Projekts liegen in den Händen des Bauministeriums.

Die künstlerische Leitung hingegen ist bekanntlich dem bekannten Künstler und Umweltkämpfer von Lanzarote, César Manrique, übertragen worden. Manrique hatte seinerzeit bereits die Meeresschwimmbäder Costa Martiánez gestaltet, und die Stadt wollte bei einem so bedeutenden Projekt wie Punta Brava nicht auf die bewährte Hand von Manrique verzichten. Der Künstler wird Punta Brava somit in einen „Gartenstrand“ verwandeln und weitläufige Grünzonen anlegen. Allein diese Arbeiten am Strand werden 700 Millionen Peseten kosten.

Bürgermeister Félix Real erklärte, dass im Zuge des Projektes auch die „Fassade“ von Punta Brava verschönert wird. Die teilweise ausgesprochen hässlichen unverputzten Häuser, die vom Strand aus zu sehen sind, sollen zumindest von außen instandgesetzt werden.

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