Rückblick: Ausgabe vom 15. Mai 1987


Foto: WB

Die einzigartigen Naturschönheiten der Kanarischen Inseln zu schützen, darum haben sich die Politiker auch schon vor dreißig Jahren bemüht, als das Umweltbewusstsein der Menschen längst nicht so ausgeprägt war, wie es heutzutage der Fall ist. Für besonders schützenswert hatte die Regierung der Kanaren den Naturschutzpark Garajonay auf der Insel La Gomera erklärt. Es handelt sich um einen dichten Laurisilva-Mischwald, der im Tertiär entstand und als einzigartig in der Welt gilt. Für dieses wertvolle Waldgebiet hatte die Regierung bei der UNESCO die Aufnahme in die Liste des Weltnaturerbes beantragt. Die Zustimmung der UN-Behörde war bereits einige Monate zuvor erfolgt, doch Mitte Mai 1987 war die Ernennung zum Weltnaturerbe mit der Einweihung eines Besucherzentrums öffentlich gefeiert worden.

In unserer Ausgabe vom 15. Mai 1987 berichteten wir über ein wichtiges Ereignis für die Insel La Gomera, in deren Nationalpark Garajonay ein besonderes Augenmerk auf die Erhaltung von botanischen Spezies gerichtet wird, die vom Aussterben bedroht sind. Bei dem Wald, der als der letzte kanarische „Urwald“ gilt, wurde bereits damals ein Besucherzentrum errichtet, in dem die Besonderheiten des Nationalparks Garajonay erläutert werden.

Die Nachricht: Der Nationalpark Garajonay wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt

Der Naturschutzpark Garajonay auf La Gomera wurde jetzt offiziell zum Weltnaturerbe erklärt – eine Auszeichnung, die die UNESCO an besonders erhaltungswürdige kulturelle Bauwerke oder Naturgebiete verleiht. Die UNESCO hatte bereits am 27. November des vergangenen Jahres die Aufnahme in die Liste der für die Menschheit zu erhaltenden Bauwerke und Naturgebiete angekündigt. Jetzt erfolgte gleichzeitig mit der Eröffnung des neuen Besucherzentrums die offizielle Erklärung. Der Garajonay ist einer der fünf Naturschutzparks der Kanarischen Inseln und liegt im Bergmassiv El Cedro. Im Park gibt es mehrere Baumschulen, aus denen Laurisilva zur Wiederaufforstung an verschiedene geeignete Gebiete auf den anderen Inseln gebracht werden. Der Laurisilva-Wald gilt als „Urwald“ der Kanarischen Inseln, als die Waldform, die ursprünglich hier beheimatet war und größtenteils durch die Veränderung des Habitats verschwunden ist.

Bei den Feierlichkeiten waren unter anderem der Vizepräsident der kanarischen Regierung, der UNESCO-Vertreter sowie der Generaldirektor der spanischen Naturschutzbehörde ICONA sowie zahlreiche Regionalpolitiker anwesend.

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