Rückblick: Ausgabe vom 1. September 1989


Schon vor dreißig Jahren wurden die Urlauberzahlen hier auf den Inseln mit großem Interesse verfolgt und vor Beginn der Wintersaison Hochrechnungen über die erwartete Zahl von ausländischen Besuchern angestellt, die in der Hauptsache aus Nord- und Mitteleuropa kamen und fast ausschließlich während der sogenannten Hauptsaison zwischen Oktober und Ostern. Urlaubsgäste vom Festland, die heute eine große Besuchergruppe darstellen, kamen damals aufgrund der schlechten Wirtschaftslage im Lande eher nur spärlich. Auch die britischen Gäste hatten in dieser Zeit noch keinen wesentlichen Anteil an den Urlauberzahlen, da es für das Britische Pfund eine Ausfuhrbeschränkung gab. So war dann die Mitteilung des zuständigen Ministers mit Erleichterung aufgenommen worden, die Besucherzahl werde zwischen drei und vier Prozent steigen, die im Jahr zuvor eher rückläufig war.

In unserer Ausgabe vom 1. September 1989 berichteten wir über den Besuch des Generaldirektors für Tourismuspromotion, José A. Torrellas, der einen Anstieg der Besucherzahlen für die Kanaren angekündigt hatte.

Die Nachricht: Mehr ausländische Urlauber in den nächsten Monaten auf den Kanaren

Die Tourismusbehörde der kanarischen Regierung sieht für die kommende Wintersaison einen Anstieg der Urlauberzahlen um drei bis vier Prozent voraus. Der Sprecher wies darauf hin, dass nach der Flaute in den Frühsommermonaten bereits im Juli die Wende spürbar geworden und eine steigende Tendenz der Urlauberzahlen registriert worden sei, die sich im Laufe des August gefestigt habe. Er verneinte ganz entschieden, dass der Urlauber „kanarenmüde“ geworden sei. Die Inseln seien vielmehr das ideale Feriengebiet, da es hier die Sonne, die die Touristen in ihren Heimatländern oft entbehren müssen, im Überfluss gebe. Im Hinblick auf die Wintermonate in nördlichen Ländern, betonte er, dass dort ein ganz besonders starkes Urlaubsbedürfnis vorliege, weil in diesen Ländern die Sonne im Winter nur drei bis vier Stunden täglich scheint, was den Menschen schwer zu schaffen macht und zu Depressionen führen kann. Der Generaldirektor für Tourismuspromotion wies auch darauf hin, dass die Weltwirtschaftskrise wenig mit der Fluktuation auf dem Tourismusmarkt zu tun habe, da die Europäer ihre Ferien systematischer planen als die Spanier und das ganze Jahr hindurch dafür sparen. Außerdem gäben die Unternehmer in anderen europäischen Ländern ihren Angestellten Sonderzuwendungen für den Urlaub.

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