Rückblick

Rückblick_383

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Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Kaum jemand wird sich noch an die Plaza del Charco in Puerto de la Cruz erinnern, wie sie früher einmal war. An die Bar Dinámico, mit ihren abgenutzten Tischen und Stühlen und dem Musikpavillon in ersten Stock. Ende der 1980er-Jahre hatten sich die Stadtväter zum grundlegenden Umbau des beliebten Treffpunkts entschlossen, und ein Ideenwettbewerb wurde ausgeschrieben. Es gewann ein Entwurf mit modernen Ideen, der nichts von der gemütlichen Altstadtatmosphäre übrig ließ und keineswegs ungeteilten Beifall erhielt. Ganz besonders schwierig gestaltete sich jedoch die Ausführung gewisser Ideen des Architekten, die immer wieder zur Einstellung der Bauarbeiten führten. Das bezog sich vor allem auf Arbeiten unter der Erde, wie beispielsweise für die Anlage der Toiletten, denn entsprechende Ausschachtungen liefen immer wieder mit Grundwasser voll. Offensichtlich wussten die Väter der Idee nicht, wie der Name Plaza del Charco (Platz der Pfütze) entstanden war. Offenbar hatte der Platz schon von alters her immer wieder unter Wasser gestanden. Dieses, sowie zahlreiche andere technischen Probleme führten dazu, dass der Umbau zu einer unendlichen Geschichte werden würde und die Plaza für alle Zeiten abgesperrt zu bleiben drohte.

In unserer Ausgabe vom 20. September 1991 berichteten wir darüber, dass wegen der Bauarbeiten über einen langen Zeitraum die gesamte Plaza eingezäunt wurde.

Die Nachricht:

Puerto de la Cruz soll schöner werden – Die Arbeiten an der Plaza del Charco werden fortgesetzt

Die Plaza del Charco in Puerto de la Cruz hat sich vom einst beliebten Treffpunkt im Schatten der indischen Lorbeerbäume zum Schandfleck der Urlauberstadt entwickelt. Seit Jahren sind die Umbauarbeiten im Gang beziehungsweise eben nicht im Gang. In zwei Bauphasen war das Unternehmen geplant. Zuerst sollte die erste Hälfte der Plaza mit Cafetería, Toiletten etc. umgebaut werden. Und nach Beendigung dieser Arbeiten sollte die zweite, dem Hafen zugewandte Seite, in Angriff genommen werden. Nachdem nun der erste Teil der Arbeiten sich unendlich verzögerte, da nicht einkalkulierte technische Schwierigkeiten Bauzeit und Etat enorm überschritten, begann zum vorgesehenen Zeitpunkt der Umbau des zweiten Plaza-Teils. Mit dem Ergebnis, dass nun die gesamte Plaza eingezäunt und unbegehbar ist. Während nach der Pleite der Baugesellschaft, die für den ersten Teil zuständig war, die neue Cafetería in einen Dornröschenschlaf versunken ist, gehen die Arbeiten am zweiten Teil recht zügig voran. Inzwischen sind sogar Bänke aufgestellt worden, die allerdings nach Meinung vieler Passanten stilistisch unpassend sind und recht mickerig wirken. Doch immerhin sind hier Fortschritte zu bemerken. Der einzige Fortschritt, der hingegen beim ersten Teil der Bauarbeiten zu bemerken war, ist der Auftritt einer Putzkolonne, die Baumaterialreste und sonstige Abfälle entfernte, damit die Bauarbeiten neu starten können. Aus dem Rathaus verlautet, dass es nun mit voller Kraft weitergehen soll.

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