Rückblick

Ruckblick_380

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Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Die Sternwarten, die auf den Kanareninseln La Palma und Teneriffa existieren, gelten als die wichtigsten astrophysikalischen Forschungszentren der nördlichen Hemisphäre. Das Astrophysikalische Institut der Kanaren IAC mit Sitz in La Laguna unterhält die zwei Observatorien. Beide Forschungseinrichtungen haben im Laufe der Jahre immer größeres Interesse auch bei Urlaubern geweckt und bieten inzwischen organisierte Besichtigungs- und Informationsprogramme. Das ist nicht immer so gewesen, viele Jahre war es sehr schwierig oder gar unmöglich, als Privatperson die Sternwarte von Izaña auf Teneriffa zu besichtigen. Da war die Begeisterung natürlich groß, als im Sommer 1991 eine kleine Kuppel, die nicht mehr benutzt wurde, zu einem Besucherzentrum umgebaut und entsprechend eingerichtet wurde.
In unserer Ausgabe vom 9. August 1991 berichteten wir über ein Besucherzentrum, welches vom Tourismusministerium mit einem Kostenaufwand von 9,7 Millionen Peseten in einer ausgedienten Kuppel eingerichtet worden war.

Die Nachricht:

Das Besucherzentrum im Observatorium von Izaña wird im September eingeweiht

„Das Projekt entstand“, so Luis Martínez vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren „weil die Zahl der Teneriffa-Urlauber, die den Wunsch äußern, die Sternwarte besichtigen zu dürfen, immer größer wurde“. Wenn im Ausflugsbus der Reiseleiter erklärt: „Da drüben sehen Sie nun das weltberühmte Observatorium von Izaña“, liegt die Frage der Gäste: „Kann man da rein?“ auf der Hand. Bislang musste das immer verneint werden, sehr zum Missfallen zahlreicher Urlauber. Doch der Haken an der Sache war, wenn zahlreiche Urlauber unkontrolliert über das Gelände wandern, wäre das störend für die Wissenschaftler. Das Gelände ist daher bislang hermetisch abgeriegelt. Das soll aber jetzt anders werden. Die Besucher erhalten Zugang zu der Kuppel, in der das Besucherzentrum untergebracht ist, und werden hauptsächlich über Videofilme in ihrer Muttersprache, über den Betrieb der Sternwarte, ihre Geschichte, die einzelnen Teleskope und die Forschungsprojekte, die hier durchgeführt werden, informiert. Sensationell und weltweit einmalig ist die technische Anlage, über die den Besuchern Live-Aufnahmen der Sonne in den Videobildschirm eingespielt werden. Der Besucher bekommt also genau das zu sehen, was die Forscher in einer anderen Kuppel soeben am Radzow-Heliographen beobachten. In Vitrinen werden Dokumente des Observatoriums ausgestellt, außerdem gibt es Hydrographen und Luftdruckmesser, eine Sonnenstundenuhr und zehn Schaukästen mit Fotografien aus dem All.

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