Rückblick


Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Streiks sind ein probates Druckmittel, um Forderungen durchzusetzen. Das ist bei den Gewerkschaftsverbänden und Interessengruppen sogar weltweit bekannt. Besonders wirkungsvoll sind die Streiks, wenn sie auf Feiertage wie Weihnachten, Ostern oder die Ferienzeit fallen. Auf den Kanaren haben in den vergangenen dreißig Jahren zahlreiche Streiks stattgefunden, die in den allermeisten Fällen das Hotelgewerbe betrafen und stets der Schrecken der Hoteldirektoren waren. Während der Wintermonate, auch damals schon die Hochsaison für die Kanaren, sowie während wichtiger Feiertage waren Streiks ganz besonders gefürchtet. Da lag der damalige Tourismus-Minister der Kanarischen Inseln, Miguel Zerolo, richtig, als er bei einem Besuch in Puerto de la Cruz vor den Folgen eines Streiks während der Karnevalszeit warnte, der wieder einmal angekündigt war, wie wir in unserer Februarausgabe 1992 geschrieben haben.

In unserer Ausgabe von 21. Februar 1992 berichteten wir über den Besuch des Tourismusministers in Puerto de la Cruz und über seine Warnung vor einem Streik während der Karnevalszeit.

Die Nachricht:

Tourismusminister warnt: Ein Hotelstreik zu Karneval würde verheerende Folgen für die Inseln haben

Der kanarische Tourismusminister Miguel Zerolo warnte jetzt vor den Folgen, die der von der Hotelbranche für Karneval angekündigte Streik für den Archipel haben würde. Zerolo war sehr besorgt über diese Streikdrohung, wollte sich aber nicht groß zu diesem Thema äußern. „Es muss ein Weg zum Dialog gefunden werden. Die Kanarischen Inseln können sich einen Streik in der Tourismusbranche nicht erlauben, denn das würde gravierende Konsequenzen für die gesamte Bevölkerung nach sich ziehen. Gewerkschaften und Unternehmer haben die Pflicht, sich zu einigen“. Der kanarische Tourismusminister suchte bei dieser Gelegenheit auch die zahlreichen Baustellen auf, die Puerto de la Cruz ein neues Gesicht verleihen sollen. Der Rundgang durch die Urlauberstadt begann gegenüber dem Rathaus an der Plaza de Europa, ein Projekt, das von Zerolo in den höchsten Tönen gelobt wurde. Auch der berühmte Künstler César Manrique, der am gleichen Tag in Puerto de la Cruz war, äußerte sich lobend über diesen Bau.

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