Ohne NGOs geht es nicht


Foto: MIRAME TV

Miramé TV, der regionale private Fernsehsender der Kanaren, hat eine Kampagne vorgestellt, die unter dem Titel #compartir CANARIAS in den kommenden 12 Monaten durchgeführt wird. Es geht darum, die unbezahlbare Leistung und die Bedeutung der nichtstaatlichen Hilfsorganisationen der kanarischen Bevölkerung und den hier ansässigen kommerziellen Unternehmen vor Augen zu führen. Manuel Artiles, der Direktor des Senders, hatte zwanzig Vertreter der wichtigsten Hilfseinrichtungen beider kanarischer Provinzen nach La Laguna eingeladen, um sein Projekt vorzustellen. #compartir CANARIAS soll die Arbeit der freiwilligen Helfer der NGOs in den Zonen und Stadtbezirken aufzeigen, wo die Hilfe der öffentlichen Verwaltung nicht hingelangt, und mehr als 40% der Bewohner von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind.

Artiles erinnerte in seiner Ansprache an den solidarischen Geist der kanarischen Gesellschaft und der Zuschauer seines Senders, angesichts des „Solidarischen Telemarathons“, den Miramé TV alljährlich vor Weihnachten durchführt, und der inzwischen die größte solidarische Initiative auf den Kanaren ist. Bei der Aktion, die im vergangenen Jahr beim Turm der Concepcions-Kirche La Laguna stattfand, kamen mehr als 400 Tonnen unverderblicher Lebensmittel zusammen, die mit sage und schreibe achtzig Lastwagen zu den Verteilerstellen transportiert werden mussten. Sogar das staatliche Fernsehen hatte darüber berichtet. „Und heuer wird natürlich wieder ein Tele-Marathon stattfinden und zwar am 21. Dezember auf der Plaza del Principe, in Santa Cruz“, ließ Manuel Artiles wissen.

Sprecher von Hilfsgruppen wie „Pequeños Valientes“ und der Casa de Galicia in Las Palmas hatten den Chef von Miramé TV auf die Idee gebracht, sie durch seine Sendungen zu unterstützen, indem er die Nöte ihrer Schützlinge aufzeigt und die Bemühungen der Freiwiligen, sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Vertreter, die der Einladung von Artiles gefolgt waren, unterstrichen, wie wichtig es sei, ihre Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen, um die Herzen der Canarios und der hiesigen Unternehmer zu erreichen, denn ohne sie wäre es unmöglich, der großen Hilfsbedürftigkeit gerecht zu werden.

Chronische Armut

Die Anwesenden stimmten darin überein, dass sich die Verbesserung der Wirtschaftslage nach der Krise zwar bemerkbar macht, aber längst nicht alle Bevölkerungsschichten erreicht. Der Präsident der Organisation Kairós, Benjamín Barba, erklärte wörtlich: „Auch nach acht Jahren kommen noch 30 Prozent der Familien, um Lebensmittel abzuholen, denn die Armut ist inzwischen chronisch geworden, und mit einem Gehalt von 600 oder 700 Euro kann man keine Familie unterhalten“. Leonardo Ruiz del Castillo, Präsident des kanarischen Roten Kreuzes, wies darauf hin, dass die Armut auch auf dem sozialen Gefälle beruhe, das bereits vor der Krise existierte und dass 15% der Menschen, die zwar eine Beschäftigung haben, immer noch auf die Hilfe sozialer Einrichtungen angewiesen sind.

Der Präsident der Lebensmittelbank von Teneriffa, die Lebensmittel an kleine Hilfsgruppen ausgibt, welche sie dann an bedürftige Familien verteilen, war ebenfalls anwesend. Die Lebensmittelbank existiert ohne staatliche Hilfe lediglich dank unterstützender Firmen. Er erinnerte daran, dass am 30. November und 1. Dezember die Aktion „Kilo“ in 65 Einkaufszentren und Supermärkten stattfindet, bei der über 800 freiwillige Helfer mitwirken. Diese Helfer geben an Kunden, die zum Einkaufen kommen, Tüten mit der Bitte aus, „ein Kilo“ unverderbliche Lebensmittel für bedürftige Familien einzukaufen.

La Razón hat eine Spende auf unser Konto eingezahlt, für die wir uns ganz herzlich bedanken.

Spendenempfänger:

Servicio Social Adeje (12/09) Euro 2.500
Sozialer Speisesaal „Hijas de Caridad“,
Santa Cruz de Tenerife (02/10, 05/10, 12/10, 07/11, 01/12, 12/12) Euro 15.000
Fundación „Candelaria Solidaria“ (02/10) Euro 1.000
Kinder-Tageszentrum Padre Laraña, Santa Cruz de Tenerife (04/10, 11/10, 12/10, 04/11, 09/11, 01/12, 04/12, 12/12, 01/13, 03/13, 8/13, 01/14 Weihnachtsbescherung, 03/14, 04/14, 12/14, 03/15, 07/15, 01/16, 2/17, 12/17) Euro 32.962,45
Caritas Puerto de la Cruz (06/10, 08/10, 01/11, 10/11) Euro 3.000
Sozialer Speisesaal „San Pío X“, Santa Cruz de Tenerife (09/10, 01/13) Euro 4.500
Caritas Teneriffa (03/11, 9/15) Euro 3.500
Sozialer Speisesaal „Casa de Acogida María Blanca“, Puerto de la Cruz (8/11, 01/12, 9/12, 12/12, 03/13, 12/13, 2/14, 03/14) Euro 10.930
Caritas Los Cristianos (02/12) Euro 2.000
Sozialer Speisesaal „San Vicente de Paúl“, La Laguna (05/12, 12/12, 2/14, 6/15, 12/15, 2/16, 9/17, 12/17, 6/18) Euro 21.500
4 Hilfsstellen der Caritas, Puerto und Umgebung: „Virgen de los Dolores“, „San Juan de Padua“, „La Candelaria“ und „Peña de Fran­cia“ (01/12, 09/12, 12/12, 3/13, 06/13, 12/13, 3/14, 06/14, 6/15, 01/16, 07/16, 08/16, 11/16, 4/17, 6/17, 12/17, 3/18, 6/18, 8/18) zus. Euro 24.250
Kinder-Tageszentrum in La Vera (1/13, 8/13, 03/14, 04/14, 09/16, 6/17) Euro 4.972,83
Caritas Los Potreros, Los Realejos (05/13, 9/13, 12/13, 10/14, 2/15) Euro 3.300
Caritas La Concepción, Los Realejos (10/14, 12/14, 11/15, 3/16, 7/16, 11/16, 12/16, 1/17, 3/17, 4/17, 4/17, 6/17, 10/17, 12/17) Euro 13.010
Caritas Gemeinde San Juan Bautista, La Orotava (mehrere Zahlungen 12/14) zus. Euro 3.775
Tagesstätte für behinderte Kinder, CREVO, La Orotava (07/15, 01/16, 2/16, 12/16, 12/17, 1/18, 2/18) Euro 11.000
Hospital La Inmaculada, Puerto de la Cruz (12/15) Euro 2.000
Refugio Majorero, Fuertev. (02/16) Euro 250
Sozialer Speisesaal „Buena Estrella“, El Fraile, Arona (07/18) Euro 2.000

Spendenkonto

Bei der Banco Sabadell

In Spanien: 00810403340001185625

vom Ausland:
IBAN: ES1400810403340001185625
BIC: BSABESBBXXX

Einladung zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie spenden einen Einmalbetrag oder sagen zu, monatlich ein Jahr lang, „Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang, einen festen Betrag auf das Sonderkonto unserer Gemeinschaftsaktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der Banco de Sabadell einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kos­tenlos.

Das Wochenblatt garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird. Von der Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Sie können sich dazu auch einen „Mitmachnamen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird.





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