Kanaren leiten ihre Nationalparks in eigener Regie

Vertreter der spanischen und der kanarischen Regierung haben sich Ende September da­-rauf geeinigt, die Kompetenzen für die Verwaltung der vier kanarischen Nationalparks vom Staat an die autonome Region zu übertragen. Die Sitzung fand im Parador Nacional im Nationalpark Las Cañadas del Teide auf Teneriffa statt, und der Vorsitz wurde von Manuel Chaves, Minister für territoriale Politik sowie dritter Vizeregierungschef im Kabinett Zapa­tero, geführt.

Flut von Misstrauensanträgen

Die vorläufig letzte auf der Liste der kanarischen Gemeinden, die seit den Kommunalwahlen 2007 einen politischen Machtwechsel erfahren haben ist Puerto de la Cruz. Die Stadt hat seit dem 6. Oktober einen neuen Bürgermeister. Mit dem gelungenen Misstrauensvotum von CC und PP gegen die Sozialisten reiht sich die Stadt in eine recht lange Liste ähnlich bedingter politischer Machtwechsel auf den Kanarischen Inseln ein.

Erstes Geld aus Madrid für Teneriffas Schienenverkehr

Schlappe fünf Millionen Euro hat José Blanco, Minister für Infrastrukturförderung, bei seinem jüngsten Besuch auf Teneriffa nun endlich für die geplante Nahverkehrszug­strecke in den Süden lockergemacht. Eine Summe, die tat­sächlich lächerlich wirkt angesichts der Tatsache, dass allein die Ausarbeitung des Projekts mit 31,5 Millionen Euro veranschlagt ist und das gesamte Vorhaben 1,8 Milliarden Euro verschlingen soll.

Tränen in Madrid

Wieder gescheitert! Zum zweiten Mal ist Spaniens Hauptstadt Madrid bei der Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele auf dem zweiten Platz gelandet. Während die Stadt vor vier Jahren, als die Ausrichtung der Olympiade 2012 vergeben wurde, sich von London geschlagen geben musste, wurde sie jetzt, als es um Olympia 2016 ging, von Rio de Janeiro überrundet. Damit finden die Olympischen Sommerspiele erstmalig in einem südamerikanischen Land statt.

Zapatero am 13. Oktober im Weißen Haus

Am 13. Oktober wird der amerikanische Präsident Barack Obama zum ersten Mal den spanischen Regierungs­chef José Luis Zapatero im Weißen Haus empfangen. Das Treffen, um das die spanische Diplomatie in den vergangenen Monaten gekämpft hat, bedeutet die endgültige Normalisierung der bilateralen Beziehungen und das Ende einer Anomalie.

„El Silbo“ zum Kulturerbe der Menschheit erklärt

Diejenigen, die die Kunst der Pfeifsprache aus La Gomera beherrschen und auch die Kinder, die sie im Schulunterricht lernen, dürfen sich künftig als Hüter eines Weltkulturerbes fühlen. Die UNESCO nahm „El Silbo“ am 30. September in Abu Dhabi in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ auf. Damit will die UN-Organisation für Kultur, Bildung und Wissenschaft dazu beitragen, die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen zu bewahren.