Ferienvermietung wurde reguliert

Mit dem Dekret, das die kanarische Regierung am 22. Mai verabschiedet hat, sollte endlich Klarheit in die rechtliche Grauzone rund um die Ferienvermietung auf den Kanaren geschaffen werden. Doch es gibt nicht nur Polemik um die Wahl des Termins der Verabschiedung nur zwei Tage vor den Wahlen, sondern auch um den Inhalt. Doris Borrego, die Präsidentin des Verbands der Ferienvermieter Ascav wirft der Regierung vor, durch eine Änderung des Gesetzestextes in letzter Minute „rund 90 Prozent der Ferienwohnungen in den touristischen Gebieten der Kanarischen Inseln“ von der Regulierung ausgeschlossen zu haben.

Rajoy lehnte Änderungen in der Regierung ab

Gemeinsam mit dem engsten Kreis des Vorstandes der Partido Popular analysierte der Präsident am „Tag danach“ die Ergebnisse der Kommunal- und Regionalwahlen vom 24. Mai und fasste einen Entschluss: Es muss nichts geändert werden. „Wir müssen nur näher sein, wesentlich näher am Bürger und mit den Spaniern besser kommunizieren.“

Geheimnisverrat

PP-Spitzenpolitikerin Esperanza Aguirre, die mit ihrer Kandidatur um den Bürgermeisterposten von Madrid knapp gescheitert ist, hat bei der Staatsanwaltschaft eine Klage eingereicht, weil ein online-Nachrichtendienst Daten aus ihrer Steuererklärung veröffentlicht hat.

Anthem of the Seas in Santa Cruz und Las Palmas

Große Kreuzfahrtschiffe gehören längst zum Hafenbild von Santa Cruz de Tenerife, und oft sind gleich mehrere dieser riesigen schwimmenden Hotels im Hauptstadthafen zu sehen. Dennoch sorgte der Besuch der Anthem of the Seas, einem der größten Passagierschiffe der Welt, am 26. Mai für Aufsehen. Das im Auftrag von Royal Caribbean gebaute Luxus-Schiff, das im April dieses Jahres in Dienst gestellt wurde, legte mit über 5.000 Passagieren an Bord, davon 3.800 Touristen, in Santa Cruz an und zog alle Blicke auf sich.

Ungeliebter Parteigenosse

Luis Bárcenas, der ehemalige Schatzmeister der Partido Popular, der Korruption und Steuerhinterziehung angeklagt und zurzeit gegen Kaution auf freiem Fuß, hat die Wiederaufnahme in seine alte Partei beantragt, was jedoch strikt abgelehnt wurde, wie sein Verteidiger jetzt mitgeteilt hat.

Alter Busbahnhof „verhüllt“

Im Herbst vergangenen Jahres gab die Inselregierung diverse Maßnahmen zur Verschönerung von Puerto de la Cruz bekannt, um auf Urlauber attraktiver zu wirken und einen gepflegteren und moderneren Eindruck zu vermitteln. Dazu gehörte auch die „Verhüllung“ des alten, verwahrlosten Busbahnhofes, die eigentlich bis März abgeschlossen sein sollte.

Schwere Verluste für die Konservativen

Vor den Wahlen hatte der spanische Ministerpräsident die Bürger gewarnt, keine Experimente zu machen und keine Risiken einzugehen, indem sie ihre Stimme den neuen Parteien geben, die sich zum ersten Mal zur Wahl stellten. Doch diese Warnung stieß offenbar auf taube Ohren. Die konservative Partido Popular erzielte so schlechte Ergebnisse wie seit 20 Jahren nicht mehr und verlor rund 10 % der Stimmen. Dagegen konnten die neuen Parteien kräftig punkten.