Kein Prophet im eigenen Land

Die weltbekannte spanische Sopranistin Montserrat Caballé, die kürzlich ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum feiern konnte, in 182 verschiedenen Opernrollen aufgetreten ist und jedes Jahr weltweit Hunderte von Konzerten gibt, kehrt nach acht Jahren wieder auf eine Madrider Bühne zurück.

Sonderbehandlung

Weder der Schwiegersohn des Königs, Iñaki Urdangarín, noch der Generaldirektor der Banco Santander, Emilio Botín, oder der Richter Baltasar Garzón genossen ein derartiges Privileg und durften den Obersten Gerichtshof in Madrid aus dem Auto durch die Garage betreten.

„Licencia express“ macht es möglich

„Die Regierung will Unternehmern den roten Teppich ausbreiten, die ein Geschäft eröffnen möchten“. Mit diesen Worten kündigte Vizepräsidentin und Regierungssprecherin Soraya Sáenz de Santamaría die Verabschiedung eines Königlichen Dekrets an, das es möglich macht, in wenigen Tagen ein Geschäft zu eröffnen, wenn alle erforderlichen Papiere vorliegen.

Katholische Kirche wird zur Kasse gebeten

Langsam aber sicher, so scheint es, wird auch die Katholische Kirche in Spanien nicht mehr daran vorbeikommen, Steuern zu zahlen. Nachdem die Europakommission die spanische Regierung dazu verpflichtet hat, auch von den Bischöfen Mehrwertsteuer zu erheben, ist eine weitere Steuer, von der die Kirche bislang befreit ist, in die Diskussion geraten – die Grundsteuer. Eine Steuer, die nicht dem Staat, sondern den Gemeinden zusteht.

„Die Krise sorgt für Empathie“

Kürzlich befand sich Uni­cef-Generaldirektor Anthony Lake auf Spanienbesuch und traf sich mit Königin Sofía und Regierungsvertretern. Gesprächsthemen waren dabei sowohl die erhebliche Kürzung der spanischen Entwicklungshilfe um 45% als auch die gleichzeitig wachsende Spendenbereitschaft der Bevölkerung.