Spaniens Kampf ums Überleben

Infolge der wirtschaftlichen Horrormeldungen aus aller Welt stürzte neben vielen anderen Börsenkursen auch der spanische Wertpapierindex IBEX in der ersten Augusthälfte in freiem Fall von ca. 11.300 auf ca. 8.300 Punkte ab. Die Risikoprämie (Rendite, die bei Eingehung eines Risikos erlangt wird) auf spanische Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen schoss zeitweilig auf 360 Punkte hoch, bis die Europäische Zentralbank eingriff und spanische Staatspapiere kaufte.

Schutzlos dem Meer ausgeliefert

Der Fischerort San Andrés am Rande von Santa Cruz bekam Ende August wieder einmal die Gewalt des Atlantiks zu spüren. Eine Springflut brach regelrecht über den Ort herein, überflutete und beschädigte die Zufahrtsstraße und bahnte sich durch Straßen und Gassen einen Weg bis in die Ortsmitte. Auch andernorts auf den Inseln verursachte das Springhochwasser Überflutungen, doch die Folgen waren nirgends so gravierend wie in San Andrés. Die Stadt schätzt die Reparaturkosten an öffentlichen Infrastrukturen und Privateigentum auf 500.000 Euro.