König feierte 30. Thronjubiläum auf den Kanarischen Inseln

Am 22. November 1975, zwei Tage nach dem Tod des Diktators Francisco Franco, wurde Juan Carlos im spanischen Parlament als König vereidigt. Sein 30. Thronjubiläum war bereits Tage zuvor eines der wichtigsten Themen in den spanischen Medien. Einen ganz besonderen Platz nahm das Ereignis jedoch in den Medien der Kanarischen Inseln ein, denn das spanische Königspaar, Don Juan Carlos und Doña Sofía, war ausgerechnet in diesen bedeutenden Tagen zu einem offiziellen Besuch auf den Archipel gereist.

Der König des Wandels

„Du musst dir den Thron hier Tag für Tag neu verdienen“. Dieser Satz von König Juan Carlos verdeutlicht seine Einstellung zu seiner Aufgabe als Staatsoberhaupt. Sein unbestrittener Einsatz für die Demokratie hat es möglich gemacht, dass in Spanien der Übergang von der diktatorischen Franco-Ära (1939-1975) zur Demokratisierung fast ohne Blutvergießen verlaufen ist.

Französisch-spanischer Gipfel schließt mit großen Plänen

Spanien und Frankreich wollen im Rahmen des nächsten Europarat-Treffens am 27. Oktober in London eine gemeinsame Initiative für die Ausarbeitung eines umfassenden Immigrationsplans vorlegen. Das war eine der großen Neuigkeiten, die Regierungs-chef José Luis Rodríguez Zapatero und Frankreichs Premier Dominique de Villepin nach ihrem Gipfeltreffen am 17. Oktober in Barcelona bekanntgaben.

Spanisch-marokkanischer Gipfel in Sevilla

Die Regierungen Spaniens und Marokkos gingen bei ihrem Gipfeltreffen, das Ende September in Sevilla stattfand, sozusagen auf Zehenspitzen über den Westsahara-Konflikt hinweg. Nur sieben Zeilen wurden diesem Thema in dem 14-seitigen gemeinsamen Abschlussbericht gewidmet. Beide Regierungschefs bekräftigten ihre diesbezüglichen Positionen und betonten ihren Wunsch, eine gerechte politische Lösung im Sinne der Vereinten Nationen zu finden.