Staatsbesuch mit beschämender Vorgeschichte

„Bist du es wirklich?“ Diese Frage, die der designierte bolivianische Präsident Evo Morales scherzhaft an den spanischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero stellte, als er am 4. Januar von diesem im Moncloa-Palast in Madrid empfangen wurde, hat eine Vorgeschichte, die inzwischen zwar mit einem gewissen Humor genommen wird, beinahe jedoch zu einer politischen Krise zwischen den beiden Ländern geführt hätte.

Lohn für Pflege eines abhängigen Familienangehörigen

Kurz vor Jahreswechsel sorgte die spanische Regierung mit der Verabschiedung des Gesetzentwurfs über persönliche Eigenständigkeit und Pflege abhängiger Personen für großes Aufsehen. Ein wichtiges Kapitel in dem Gesetzestext sieht nämlich erstmalig auch die finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite der Menschen vor, die einen kranken bzw. aus Alters- oder sonstigen Gründen abhängigen Familienangehörigen pflegen.

Voll des Lobes

„Nie hat zwischen unseren Ländern eine derartige Nähe geherrscht.“ André Azoulay, direkter Berater des marokkanischen Königs Mohammed VI., war voll des Lobes, als er Ende November in Barcelona über die bilateralen Beziehungen zwischen Marokko und Spanien sprach.

„Stadt der Gesetzlosen“

Die Geduld der andalusischen Regionalregierung mit der Stadtverwaltung von Marbella scheint endgültig den Tiefpunkt erreicht zu haben. Wie der sozialistische Junta-Chef Manuel Chaves jetzt ankündigte, wird er baldmöglichst alle notwendigen Schritte in die Wege leiten, um dem schwarzen Schaf unter den andalusischen Stadt- und Gemeindeverwaltungen die Kompetenzen im Bereich Urbanismus zu entziehen.