„Wahnsinniger“ vor Gericht


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Der „Enthaupter“ von Los Cristianos berichtet von Stimmen, die ihm befehlen zu töten

Dejan Deyanov, der 2011 in einem Warenhaus in Los Cristianos die 60-jährige Britin Jennifer Mills erstochen und danach enthauptet hat, muss sich zurzeit vor einem Geschworenengericht in Santa Cruz verantworten.

Sein Pflichtverteidiger, Francisco Beltrán, betonte in seinem Eröffnungsplädoyer, dass sein Mandant ein kranker Mann sei, der Hilfe benötige, und dass, wenn ihm Hilfe geleistet worden wäre, diese Gerichtsverhandlung nicht stattfinden müsste. Gleich zu Beginn wurden Videos der Sicherheitskamera von der Tat gezeigt. In seiner anschließenden Aussage leugnete der Angeklagte, dessen Diagnose auf „chronische paranoide Schizophrenie“ lautet, die Tat und behauptete, sich auf dem Video nicht wiederzuerkennen.

Er erinnerte sich nicht daran, auf Teneriffa gelebt, wohl aber Crack, LSD und Alkohol konsumiert zu haben. Er hält sich nicht für krank, berichtet jedoch von Stimmen, die ihn zum Engel Christi ernannt hätten, beauftragt, ein neues Jerusalem zu gründen. Diese Stimmen würden ihm manchmal auch befehlen zu töten.




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