Über die Hälfte der Einwohner sind Ausländer


© Moisés Pérez

Santiago del Teide ist als zweite Heimat sehr beliebt

Die Einträge im Einwohnermeldeamt der Gemeinde Santiago del Teide beweisen, dass mitterweile über die Hälfte der Bevölkerung Ausländer sind. Unter den 12.015 gemeldeten Einwohnern sind 5.859 Spanier, der Rest sind „extranjeros“.

Dies ist nicht verwunderlich, denn Ausländer – insbesondere aus Europa – gehören zur Geschichte dieses Inselgebietes, das in den letzten 28 Jahren eine enorme touristische Entwicklung erfahren hat.

In Los Gigantes leben laut Einwohnermeldeamt über 3.000 Briten und Iren. Viele haben sich ganzjährig hier niedergelassen und betreiben Supermärkte, Gastronomiebetriebe oder Modegeschäfte. Auch die Zahl der in Santiago del Teide gemeldeten Deutschen stieg immer weiter an. Bislang sind etwas über 900 deutsche Staatsbürger in der Gemeinde gemeldet; die meisten leben in Los Gigantes und Playa de la Arena.

Bürgermeister Juan Damián Gorrín Ramos versicherte erst kürzlich wieder einer kanarischen Tageszeitung gegenüber, wie harmonisch das Zusammenleben in seiner Gemeinde funktioniere. „Es gibt keinerlei Probleme zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Ausländern“, betonte er. Seine Partei (CC) habe sogar für die bevorstehenden Kommunalwahlen einen britischen Staatsbürger als Kandidaten für ein Amt aufgestellt. Durch ihn sollen die Bedürfnisse der ausländischen Bevölkerungsgruppe stärker berücksichtigt und die Verständigung noch weiter verbessert werden.

Auch in den touristischen Gemeinden Arona, Adeje und Granadilla ist der Ausländeranteil der Bevölkerung sehr hoch. In Arona sind 40% der Einwohner Ausländer. In Adeje sind bereits 25% der Schüler Einwanderer.





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