Zweiter Streik der Müllabfuhr in einem Monat


Mitarbeiter protestieren gegen ausstehende Gehaltszahlungen

Als Urlaubsort kann sich Arona einen Imageschaden durch einen Müllstreik eigentlich nicht leisten.

Doch im September kam es gleich zwei Mal nacheinander zu Arbeitsniederlegungen bei der Müllabfuhr. In den Straßen von Los Cristianos stapelten sich die Müllsäcke um die grünen Container und verschandelten das Stadtbild mehrere Tage lang.

Die gut 350 Mitarbeiter des Unternehmens Camilo Álvarez Sánchez (CAS), das für die Müllabfuhr, für die Straßenreinigung und für die Reinigung von Stränden und Grünanlagen in Arona zuständig ist, protestierten Anfang des Monats mit einem dreitägigen Streik wegen ausstehender Gehaltszahlungen und gegen die Streichung von Lohnzulagen. Der Streik wurde abgebrochen, nachdem die Stadt zwischen der Sozialversicherung und dem Unternehmen vermittelt hatte, um eine weitere Pfändung zu verhindern.

Wie Betriebsrats-Sprecher José Juan Herrera mitteilte, zahlt die Stadt monatlich 1.060.000 Euro an CAS für die Müllabfuhr und den Stadtreinigungsdienst. Das Unternehmen sei jedoch durch Schulden bei der Sozialversicherung und beim Finanzamt immer wieder mit den Gehaltszahlungen der Mitarbeiter in Verzug geraten.

Wie Umweltdezernent Antonio Sosa ankündigte, wird ab Februar ein neues Unternehmen mit der Stadtreinigung beauftragt. Aus sieben Bewerbern wurde die Firma SUFI ausgewählt, die am 3. Februar 2011 den Dienst aufnehmen wird.

Der Nachbarschaftsverband Asociación de Vecinos Amigos de Los Cristianos beklagte die  „unzumutbare Situation“ und den „schrecklichen Gestank“  in den Straßen. Verbandssprecher Roberto Alayón machte die Stadt dafür verantwortlich, sie sei verantwortlich Sorge zu tragen, dass die sogenannten Mindestdienste eingehalten werden und der Müll zumindest vor den Schulen und Kindergärten entfernt wird, ganz zu schweigen von dem schlechten Image, das durch die Müllansammlung in den Straßen entstehe.




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