Zweite Straßenbahnlinie auf Teneriffa eingeweiht


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Am Regionalfeiertag wurde die „Línea 2“ in Betrieb genommen, die La Cuesta mit Tíncer verbindet

Am 30. Mai wurde auf den Kanaren der Regionalfeiertag „Día de Canarias“ begangen. In allen Orten fanden aus diesem Anlass Veranstaltungen statt, die von der kanarischen Kultur und den Inseltraditionen geprägt waren. Das Cabildo und die Straßenbahngesellschaft Metropolitano de Tenerife hatten sich diesen besonderen Tag im Kalender für die offizielle Einweihung der zweiten Straßenbahnlinie (zwei Jahre nach Inbetriebnahme der „Línea 1“ zwischen La Laguna und Santa Cruz) ausgesucht.

So gab es im Rahmen dieses Aktes auch Darbietungen kanarischer Folklore, Kostproben kanarischer Gas­tronomie für die Gäste und sogar einen kleinen Markt mit kanarischem Kunsthandwerk.

An der Einweihung nahmen ranghohe kanarische Politiker teil, allen voran Regierungspräsident Paulino Rivero, der sich über die Symbolik der Einweihung am „Tag der Kanaren“ als „Zeichen der Fortschrittlichkeit“ freute. „Diese Linie ist ein Symbol für die zeitgemäßen Kanaren und darauf müssen wir unsere Zukunft bauen, um wettbewerbsfähig zu sein“, sagte Rivero weiter. Es gab außerdem Ansprachen von Cabildo-Präsident Ricardo Melchior, La Lagunas Bürgermeister Fernando Clavijo, und der Bischof von Teneriffa segnete einen der neuen Waggons. Anschließend nahmen die Politiker und Gäste an einer Einweihungsfahrt teil.

Die zweite Straßenbahnlinie von Teneriffa, die „Línea 2“, verbindet seit dem 30. Mai die Ortsteile Tíncer und La Cuesta in zehn Minuten. Obwohl entlang der Strecke dieser Linie nur vier neue Haltestellen entstanden sind (zwischen den Haltestellen „Hospital Universitario“ und „El Cardonal“ verlaufen Linie 1 und 2 nämlich parallel) und das neue Schienennetz nur 3,6 km lang ist, stellt die Strecke doch eine enorme Verbesserung des öffentlichen Verkehrsnetzes der Insel dar.

Metropolitano de Tenerife rechnet damit, dass täglich etwa 5.000 Fahrgäste auf dieser Strecke befördert werden. Im Laufe des ersten Betriebsjahres werden rund 1,4 Millionen Fahrgäste erwartet.

Planung und Bau der neuen Straßenbahnstrecke haben 55 Millionen Euro gekostet.




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