Zufahrt nach Teno vorerst gesperrt


© Moisés Pérez

Nach vielen Jahren Untätigkeit wird die Instandsetzung der Straße nun von der Inselverwaltung für dringlich erachtet

Carlos Alonso, Teneriffas neuer Cabildo-Präsident, hat als eine der ersten Amtshandlungen ein Problem in Angriff genommen, das seit Jahrzehnten auf eine Lösung wartet: die Instandsetzung und Absicherung der Zufahrtsstraße zur Teno-Spitze. Seit über zwanzig Jahren ist diese Straße in einem schlechten Zustand. Riesige Schlaglöcher und akute Steinschlaggefahr – insbesondere bei Wind und Regen – machten die Fahrt zum Nordwestzipfel der Insel zu einem gefährlichen Abenteuer.

Nicht nur die Arbeiter der wenigen hier angesiedelten Firmen – z.B. des landwirtschaftlichen Betriebs Cooperativa Agrícola Luz de Teno – und die Fischer begaben sich beim Passieren dieser Straße, die sich wie eine Schlange entlang des Bergmassivs windet, buchstäblich in Lebensgefahr. Auch viele Touristen wollten sich das Erlebnis dieses besonders ursprünglichen Inselfleckens beim Leuchtturm von Teno, einschließlich der kleinen Badebucht mit dem herrlich klaren Wasser nicht entgehen lassen und fuhren jeden Tag unbeeindruckt an den riesigen Warn- und Verbotsschildern vorbei.

Nun hat das Cabildo in einer außerordentlichen Sitzung die Unfallgefahr vorerst durch ein strenges Durchfahrtsvebot gebannt, das seit 30. September für alle Fahrzeuge gilt. Einzig die ausgewiesenen Arbeiter von Cooperativa Agrícola Luz de Teno, Fischer und die Wartungsmonteure der Windkraftgeneratoren haben Sondergenehmigung für die Durchfahrt zu bestimmten Uhrzeiten.

Die Bauarbeiten zur Absicherung der Felswände und Neuasphaltierung der Straße sollen nach Auskunft des Cabildos unmittelbar beginnen. Auch wenn im diesjährigen Etat der Inselverwaltung kein entsprechender Posten vorgesehen war, werden aufgrund der Dringlichkeit dieser Bauarbeiten die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, hieß es in einer Mitteilung des Cabildos.

Die Straße wird vermutlich zwischen vier und sechs Monaten gesperrt bleiben, bis die Absicherungsarbeiten abgeschlossen und so die Mindestanforderungen an die Sicherheit erfüllt sind.

In Anbetracht der wichtigen Funktion dieser Straße, die in einem schroffen und felsigen Gelände verläuft, habe die Sicherheit der Menschen und auch deren Arbeitsplätze oberste Priorität, erklärte Cabildo-Präsident Alonso. Die Entscheidung sei nach reiflicher Überlegung und nach eingehender Prüfung eines technischen Gutachtens erfolgt, das die Unfallgefahr auf dieser Strecke als sehr hoch einstuft.




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