Zucker der süße Verführer!


Wie richtige Ernährung hilft, Ess-Störungen zu überwinden!

Greifen Sie auch immer wieder nach Süßem und haben regelrechte Heißhungerattacken auf Süßes? Der unabweisbare Appetit auf Süßigkeiten oder Junk Food kann zu Stimmungsschwankungen, Ängs­ten, Übergewicht und langfris­tig auch zu Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs oder Diabetes II führen.

Aber das ist kein Grund zu verzweifeln, denn dank neues­ter Forschungsergebnisse lässt sich seit kurzem erklären, wodurch dieses Verhalten ausgelöst wird und wie Sie mit der richtigen Ernährung für immer frei werden können.

Warum lässt man sich immer wieder von Süßem verführen? Laut Inke Jochims (Buchautorin) macht der Konsum von Zucker süchtig und  löst die gefürchteten  Heißhungerattacken aus. Dadurch werden Übergewicht und andere Ess-Störungen (Bulimie, Anorexia) verschlimmert.

Zucker ist eine Art Beruhigungsmittel, das genau wie Alkohol oder Zigaretten häufig zur Milderung von Stressreaktionen eingesetzt wird. Es muss nicht süße Schokolade, sondern kann auch fettes Fleisch, Fast Food, Nudeln oder Chips sein. Jemand, der gern übermäßig Chips und Currywurst isst, kann also genauso als zuckersüchtig bezeichnet werden. Zucker gilt im Unterschied zu Alkohol nicht als suchtauslösender Stoff, daher wird das Problem häufig nicht wahrgenommen. Nun ist Zu­cker nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch eine Droge und Zuckersucht kann daher als eine stoffgebundene Sucht verstanden werden, wie Alkohol- und Nikotinsucht eben auch.  

In einem süchtigen Gehirn ist die Balance zweier Botenstoffe gestört. Zwei Botenstoffe sind dabei besonders beteiligt. Dopamin: ein aktivierender und Serotonin ein stimmungsaufhellender Botenstoff. Beide sorgen für unterschiedliche Gefühle und Fähigkeiten und dafür, dass wir auf unterschiedliche Dinge Appetit haben. Eine gestörte Balance zwischen diesen beiden Botenstoffen im Gehirn manifestiert eine Sucht. 

Dabei wirkt Zucker im Gehirn auf mehrfache Weise. Er löst die Ausschüttung beider Botenstoffe aus: Er steigert  den Serotoninspiegel und damit einen antidepressiven Effekt. Zucker fördert außerdem die Ausschüttung von Dopamin, was für Energie und gesteigerte Motivationsfähigkeit sorgt. Zudem produzieren diese Nahrungsmittel viel Insulin und bewirken im Gehirn einen Mangel an Serotonin mit der Folge :  Heißhungerattacken – und das macht dick. 

Auch bestimmte soziale Situationen, wie Stress zu Hause oder in der Arbeit, z.B. bei überfordernden Aufgaben, Versagen, vermindern diesen wichtigen Botenstoff und lösen daher Attacken aus. Auch bei Kummer, Einsamkeit wird das Serotonin verringert und dann belohnt man „sich eben mit etwas Süßem und futtert sich auch noch eine Schutzschicht an“. Ein weiterer appetitauslösender Botenstoff auf Kohlenhydrate wie Zucker und Weißmehl, ist das Neuropeptid Y (NPY). Außerdem hemmt es die Lust auf Bewegung. Es werden also genau die Mechanismen in Gang gesetzt, die als Hauptursache für Übergewicht, Bulimie und Anorexie gelten. 

Warum werden Menschen süchtig? Menschen werden süchtig, weil das Gehirn über ein sogenanntes Belohnungszentrum verfügt. Dieses Zentrum spielt praktisch für die Entstehung aller Sucht- und Abhängigkeitsprobleme eine wesentliche Rolle. Das Belohnungszentrum war ursprünglich dafür gedacht, dass Menschen für Essen „arbeiten“, das heißt, Nahrung zu suchen und zu jagen und dafür belohnt zu werden, um die wünschenswerte Handlung zu wiederholen. Nur gab es damals keine Cola, Süßigkeiten und Weißmehl etc. und die Höhlenmenschen hatten mehr Bewegung.  Wie bei jeder Droge kommt es mit der Zeit zu einer erhöhten Toleranz: Man braucht immer mehr, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Umgekehrt kommt es zu Unlustgefühlen, wenn die Droge abgesetzt wird.

Nun kann man suchtauslösende Stoffe wie Alkohol und Nikotion absetzen, Essen müssen wir jedoch immer.  

Es gibt zwei verschiedene Typen von zuckersüchtigen Menschen. Normalerweise können Menschen eine Balance finden zwischen zwei Polen: der Fähigkeit, sich selbst zu aktivieren und zu handeln und der Fähigkeit, sich auszuruhen und zu entspannen. Viele Menschen betonen entweder den einen oder den anderen Aspekt.   Sie suchen sich entweder vor allem die Aktivität (die Handlung) oder die Ruhe.

Entsprechend der Art und Weise, wie Menschen auf Stress reagieren, kann man daher zwei Typen unterscheiden: einerseits Menschen, die eher aktiv sind, sogenannte Handlungssuchende, und andererseits Menschen, die Ruhe suchen, also der ruhesuchende Mensch.

Der handlungssuchende Typ wird in der Stressforschung als   Typ A beschrieben. Im Falle eines stressigen Ereignisses ist er motiviert und reagiert aktiv handelnd, eventuell aggressiv. Er ist ein Mensch mit einem hohen Cortisolspiegel, einem hohen Dopamin-, und einem niedrigen Serotoninspiegel. Er verbrennt stärkehaltige Kohlenhydrate zu schnell, reagiert aber mit einem hohen Glücksgefühl. Er überisst sich gern mit Baguette und Croissant und versucht, sein Verhalten zu kontrollieren, aber irgendwann ist die Sucht stärker und dann isst er für drei – und empfindet sich als disziplinloser Versager. Bulimische Frauen und Männer sind meistens Typ A-Menschen.

Der ruhesuchende Mensch, also der Mensch, der die Ruhe und Belohnung sucht, hat einen zu niedrigen Cortisolspiegel. Dies ist häufig eine Folge, dass er in der Kindheit gelernt hat, seine Gefühle zu unterdrücken. Dieser Mensch wird in der Stressforschung auch der Typ B genannt. Er hat einen niedrigen Dopamin-, ebenfalls niedrigen Sertoninspiegel. Infolge dessen verfügt er in Stress-Situationen über weniger Energie, vermeidet daher die Aufregung und sucht nach Ruhe und Enspannung. Er ist ein langsamer Verbrenner von  Kohlenhydraten. Er giert oft nach allem Salzigen und Fettem. Das ist der Typ, der, vor die Wahl gestellt, statt Torte lieber Hotdogs oder Cheeseburger essen würde. Es gibt zwar Mischformen, aber übergewichtige Frauen und Männer haben üblicherweise mehr Typ B-Anteile. Beide Typen sind in ihrem Denken, Fühlen und Handeln sehr unterschiedlich. Und eben deshalb müssen beide völlig verschiedene Heilungswege beschreiten. Das bedeutet nicht nur eine unterschiedliche Er­nährung, sondern auch eine entsprechende Verhaltensänderung je nach Typ.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die nicht wissen was sie tun können, um ihren Appetit so zu beeinflussen, dass sie ihn in eine gesunde Balance zurückbringen.

Sie können sich in ca. fünf Sitzungen langfristig aus der Zucker-Sucht befreien. Für den endgültigen Ausstieg aus der Abhängigkeit von Zucker und Weißmehl, der Umstellung auf eine ausgegliechende Er­nährung sowie der Balance zwischen den drei Überlebens-Systemen braucht die Psychotherapeutin Heide Meister bei Übergewichtigen normalerweise fünf Sitzungen.

Die Wurzeln des Suchtverhaltens aufspüren. Zuerst analysiert sie durch bestimmte Tests, zu welchem Typ der Patient gehört und welche Nahrungsmittel die Gehirnchemie positiv beeinflussen. Durch Hypnose und mit Hilfe des Unterbewusstseins spürt Heide Meister die Wurzeln der Sucht auf: Wo besteht ein Mangel im Überlebenssystem. Dies sind die ersten Schritte zur Veränderung des Verhaltens. Ihr Erfolgsrezept für die Veränderung der Ess-Gewohnheiten ist die Trance: „Das ist eine spezielle Art entspannter und nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. So kann im Bereich des Unbewussten das Bedürfnis, Falsches zu essen, verändert und auf andere bessere und gesündere Verhaltensweisen gelenkt werden.“ Der Patient lernt, eine Kombination aus Nahrungsmitteln und Verhaltensweisen zu wählen, die seine Gehirnchemie so ausbalanciert, dass er Heißhunger­attacken besiegen, dauerhaft abnehmen und sich auch von der Bulimie erfolgreich befreien kann. Dabei unterstützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln diesen Prozess. Der Patient  lernt den Stress in seinem Alltag zu mindern, indem er regelmäßige Auszeiten und Entspannungsphasen in seinen Tagesablauf einbaut, denn auch diese stoppen den Heißhunger auf Süßes oder Fast Food. Außerdem finden wir heraus, welche Sportart und Musik bei ihm serotoninsteigernd ist. Denn Sport sowie Musik kann die Gehirnchemie verändern, dass man weniger Attacken bekommt und sich stärker und gesünder fühlt.

Dabei kommt der Genuss nicht zu kurz und man fühlt sich ausgeglichen und zufrieden. Die Selbsthypnose-/Tiefen­entspannung festigt die neuen Verhaltensweisen. Das kann der Patient auch zwischen den Sitzungen gut einüben und Versuchungssituationen erfolgreich meistern.

Heide Meister

Psychotherapeutin HP,

Hypnotherapeutin

Tel.: +34 922 729 463        Mobil +34 609 546 969

info@heidemeister.com       www.heidemeister.com




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