Zu hoher Nitratgehalt im Trinkwasser in Puerto de la Cruz


Säuglinge und Schwangere sollten kein Leitungswasser trinken

Die Stadt Puerto de la Cruz und das für die Wasserversorgung zuständige Unternehmen Aqualia haben in verschiedenen Teilen der Stadt Einschränkungen für den Konsum von Leitungswasser verhängt.

Messungen in den Stadtteilen Las Arenas, San Antonio-El Esquillón, Taoro, San Fernando, Urb. Guacimara, Urb. San Nicolás, El Botánico, La Paz, El Durazno, Punta Brava und in  der Innenstadt ergaben, dass der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser überstiegen wird, weshalb dringend davon abgeraten wird, das Leitungswasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung (bis zum 6. Monat) zu verwenden. Auch Schwangere sollten das Leitungswasser nicht trinken. Der Grenzwert nach der Trinkwasser-Verordnung 140/2003 liegt bei 50 mg pro Liter.

Bei Säuglingen bis zum 6. Lebensmonat können höhere Nitratkonzentrationen (> ca. 100 mg/l) zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Nitrat, welches im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt werden kann, führt dazu, dass das Blut anstelle von Sauerstoff diese Stickstoffmoleküle besser bindet, was schließlich bei Säuglingen zur „Blausucht“ (Methämoglobinämie) führt (Ersticken). Für ältere Kinder und Erwachsene besteht erst bei höheren Konzentrationen die Gefahr der Bildung von Nitrosaminen, die wiederum krebserregend sein können.

In einer Besprechung zwischen Vertretern aus dem Rathaus und dem Unternehmen Aqualia wurde der Bau einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung beschlossen.




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