„Yes, he will come“


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Teneriffas Inselverwaltung ist zuversichtlich, dass Amerikas neues Staatsoberhaupt die Insel besuchen wird

Die Ankündigung schlug natürlich wie eine Bombe ein. „Obama wird nach Teneriffa kommen. Ich weiß nicht ob in drei Monaten oder sechs oder in einem Jahr. Aber er wird kommen.“ Dies sagte Teneriffas Cabildo-Chef Ricardo Melchior kürzlich in einem Interview mit dem Rundfunksender Radio Club Tenerife.

Die Einladung nach Teneriffa, die das Cabildo bereits vor gut drei Monaten während des US-Wahlkampfes ausgesprochen hatte, sei von Obamas Team akzeptiert worden. Der Zeitplan wird nach dem Wahlsieg allerdings neu angepasst werden.

„Ich bin davon überzeugt, dass Obama kommen wird“, sagte Melchior, der seine guten Beziehungen zu Bill Clinton nutzte, um die Einladung zu überbringen. Im Sommer 2005 hatte der engagierte ehemalige US-Präsident Teneriffa besucht und im Auditorium seine Weltini­tiative vorgestellt. Auf seine Einladung hin reiste Ricardo Melchior im Herbst des selben Jahres zur Eröffnungsversammlung der „Clinton Global Initiative“ nach New York und nahm auch danach regelmäßig an den Jahreshauptversammlungen dieser Initiative teil.

Sollte der Traum wahr werden, wäre es der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten auf den Kanarischen Inseln in der Geschichte. Durch die Bestrebungen des Archipels, zum Sprungbrett für US-Investoren auf den afrikanischen Kontinent zu werden und angesichts der kenianischen Herkunft Obamas ist diese Vorstellung vielleicht gar nicht so abwegig.

Melchior erklärte seine Zuversicht mit dem Bestreben Obamas, die Millenium-Ziele der Vereinten Nationen umzusetzen, wozu auch die Beseitigung von extremer Armut und Hunger zählt. „Es steht außer Zweifel, dass Teneriffa und die Kanarischen Inseln insgesamt ein idealer Flugzeugträger sind, um effektive Hilfe in den Ländern größter Armut, die außerdem unsere Nachbarn sind, zu leisten“, sagte er.




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