WSV war ein Reinfall


Verluste von 10% gegenüber dem Vorjahr

Am 6. März endete der diesjährige Winterschlussverkauf mit enttäuschten Gesichtern bei den Händlern, die Einbußen von ca. 10% gegenüber dem Vorjahreswinterschlussverkauf zu beklagen hatten.

Seit Beginn der Wirtschaftskrise war dies der schlechteste Winterschlussverkauf.

Zwar wurden bei Beginn des Winterschlussverkaufs am 7. Januar noch die Geschäfte gestürmt, doch schon nach zehn Tagen war davon nicht mehr viel zu spüren. Luis de Miguel, Präsident des Handelsverbandes von Teneriffa (Fedeco), führte den ersten Ansturm weniger auf Schnäppchenjäger als mehr auf diejenigen zurück, die ihre Geschenke von den Heiligen Drei Königen umtauschen wollten. Außerdem sei der Konsument durch die während Krisenzeiten über das ganze Jahr verteilten Rabattaktionen des Schlussverkaufs müde.

De Miguel wies darauf hin, dass selbst diejenigen, die etwas Geld hätten ausgeben können, sich aufgrund der bestehenden Unsicherheit abwartend verhalten hätten. Doch ausbleibender Konsum würde noch mehr Arbeitslosigkeit schaffen.

Der Fedeco-Präsident zeigte sich auch verärgert über die Politiker und klagte diese an, im Vorwahlkampf viel über ihre Hilfestellung für klein- und mittelständische Unternehmen zu sprechen, aber gerade dem Handel kaum unter die Arme zu greifen.

Mittlerweile diskutieren die Händler über die Möglichkeit, den zwei Monate andauernden Winterschlussverkauf zu verkürzen. De Miguel ist der Meinung, selbst ein Monat könnte noch zu lang sein.




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