Wohngemeinschaft Christian y Manuel


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Das soziale Projekt für geistig behinderte Menschen in Tacoronte braucht dringend Hilfe

Schon im November letzten Jahres hatte das Wochenblatt über die Initiative einer Mutter berichtet, die seit Jahren vergeblich nach einer therapeutischen Einrichtung für ihren Sohn sucht, der unter dem Down-Syndrom leidet.

Derartige Betreuungs- und Therapie-Einrichtungen sind hier auf der Insel so gut wie nicht existent, und so bleibt den betroffe-

nen Familien nur der Weg der Selbsthilfe.

Angesichts der Wirtschaftskrise und der leeren Kassen der öffentlichen Einrichtungen ist von offizieller Seite auch in absehbarer Zeit keine Hilfe zu erwarten

So hat Teresa Queipo, die zusammen mit ihrem Mann das Restaurant Tacoa in El Sauzal führt, den Verband Asociación Canaria Sociosanitaria Christian y Manuel gegründet, ein Selbsthilfeprojekt, das die Schaffung von Wohngemeinschaften für geistig behinderte Menschen zum Ziel hat. Ihr wichtigstes „Anfangskapital“ ist ein 7.000 qm großes Grundstück, das sie von ihrem Vater geerbt hat und auf dem bereits ein altes Gewerbegebäude steht. In diesem 2-stöckigen Gebäude sollen die ersten Wohnungen entstehen, in denen ihrem Sohn Christian und anderen geistig behinderten Menschen die Möglichkeit gegeben werden soll, ein „normales“ Leben zu führen. Später ist der Bau weiterer Häuser für Wohngemeinschaften geplant.

Trotz verschiedener Spendenaktionen und Benefiz-Veranstaltungen, wie das Fest der Rotary Clubs zugunsten des Projektes Christian y Manuel im vergangenen Herbst, geht es mit den Bauarbeiten nicht so richtig voran, weil das Geld für das notwendige Baumaterial fehlt. Das hat Teresa Queipo auf die Idee gebracht, auch um Sachspenden in Form von Baumaterial zu bitten. Auch gut erhaltene gebrauchte Materialien, so berichtete sie bei einem Besuch in der Wochenblatt-Redaktion, seien herzlich willkommen, und sie ließ gleich einen umfangreichen Wunschzettel zurück.

Falsche Decken mit Schallisolierung, Pladur-Platten für die Schallisolierung, Parkett-Boden, Türen, Schiebetüren für Bäder, Alu-Fenster, Brand- und Feuermelder, Wandfarbe für innen und außen und Wasserleitungen stehen auf der Liste. Außerdem werden viele Artikel für die Inneneinrichtung, wie Elektro-Herd, Kühlschrank, Spülmaschine, Spülbecken sowie die gesamten Küchengeräte benötigt. Vielleicht haben Baufirmen oder private Bauherren Restbestände von Baumaterial und Sanitäreinrichtungen übrig, welche für das Projekt noch verwendet werden könnten.

Für März ist übrigens ein Fest mit Abendessen im Casino von Santa Cruz zugunsten des Projektes Christian und Manuel geplant, über das zu gegebener Zeit noch ausführlich berichtet wird Unter anderem soll dort ein Fußball versteigert werden, mit sämtlichen Unterschriften der spanischen Nationalmannschaft. Neben Ricardo Melchior, dem Cabildo-Präsidenten von Teneriffa und Schirmherrn des Projektes, ist Fußball-Nationaltrainer Vicente del Bosque Ehrenpräsident des Vereins Christian y Manuel. Als er sich vor einigen Wochen auf der Insel aufhielt, unterhielt er sich auch mit Teresa und Christian und erkundigte sich nach dem Stand der Dinge. Als Vater eines Sohnes mit dem Down-Syndrom, hat er für die Problematik der geistig Behinderten besonders großes Verständnis.

Geldspenden – ob klein oder groß – sind natürlich herzlich willkommen.

Das Spendenkonto ist bei La Caixa El Sauzal (frühere CajaCanarias) eingerichtet. Konto-Nummer 2065 0079 22 1400156401.

Weitere Informationen über das Projekt unter:

 www.christianymanuel.com




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