Wochenblatt-Hilfsaktion


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„Aus Geben wächst Segen“

Stellen Sie sich vor, ab morgen gibt es kein Gehalt oder keine Rente mehr für Sie. Sie stehen am Bankautomaten, der gibt nichts her. Im Supermarkt stehen Sie mit leerem Portemonaie. Und im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Sicherlich, dieser Albtraum bleibt den allermeisten von uns auf Teneriffa erspart.

Tatsache aber ist: Mehr als 100.000 Menschen hier hat die Krise bereits mit Wucht getroffen und Not gehört für viele zum Alltag.

Währenddessen leben Tausende Residenten aus Deutsch­land und anderen Teilen Europas ganz oder den Winter über auf der Insel. Oft sind sie schon seit vielen Jahren hier ansässig, teils beruflich tätig, teils als Rentner im Ruhestand. Ihnen hat Teneriffa ein gesundes, zufriedenes Leben im Wohlstand ermöglicht. Die Frage, die sich nun an die im Leben Erfolgreicheren auf Teneriffa stellt ist, ob es jetzt nicht an der Zeit ist, der Gesellschaft hier, Menschen mit weniger Fortune, etwas zurückzugeben.

Daher nun unser Aufruf an alle Leser: Nehmen Sie teil an unserer Wochenblatt-Hilfs­aktion „Aus Geben wächst Segen“ und leisten Sie Ihre Spende auf freiwilliger Basis, damit den in Existenznot geratenen Familien auf Teneriffa geholfen werden kann.

Immer mehr Tinerfeños leben in Not

Mehr als 100.000 Menschen hier erleben die jetzt erst richtig anbrechenden „Crisis“ schon als Tageswirklichkeit. Immer länger werden die Warteschlangen vor der Lebensmittelverteilung-Tafel „La Mesa“ in Puerto de la Cruz oder anderen „Tafeln“ in Teneriffas Städten und Gemeinden. Allerorten hat man sie nun eingerichtet und benötigt noch mehr davon: Hilfsprojekte, „Lebensmittelbänke“, wo Menschen ohne Einkommen oder mit Kleinst-renten, Arbeitslose, Kinder aus ärmsten Verhältnissen, warme Suppe und sonstige Nahrung erhalten können. Täglich kommen mehr Menschen mit zunächst verlegenen Gesichtern hinzu, ehemals Angehörige der sogenannten „Mittelschicht“. Ein alter Herr fiel letzthin in der Reihe vor „La Mesa“ um. Drei Tage hatte er nichts mehr gegessen, bis sein Hunger stärker war als seine Scham.

Vor Monaten berichteten wir über eine erste Demonstration „Gegen den Hunger“ in Puerto de la Cruz. Es war ganz sicher nicht die letzte. Annähernd jeder dritte Erwerbsfähige (bei offiziell eingeräumten 26 Prozent) ist auf den Kanaren heute arbeitslos – die höchste Quote in ganz Spanien.

Es ist unbefriedigend, nur immerzu vom „freien Fall“ von Menschen ins Nichts zu berichten und von den Versuchen anderer, sich zugunsten bedürftiger Mitmenschen der „Crisis“ entgegenzustemmen. Das „Wochenblatt” verfügt zusammen mit seinen Lesern über genügend Kraft, Bekanntheit und öffentliche Akzeptanz, etwas Eigenständiges zur täglichen Bewältigung dieser größten wirtschaftlichen Krise seit 60 Jahren auf Teneriffa beizutragen, wie es die Betreiber von „Tafeln“ und anderen Hilfsprojekten allein nicht leis­ten können. Als seriöse Informationsquelle und zuverlässiger Unternehmer ist das Team  des „Wochenblatt” seit 30 Jahren für deutschsprachige Residenten ein Partner geworden, dem sie vertrauen können. Dieses Vertrauen und das Potenzial von vielen Tausend Leserinnen und Lesern möchte das „Wochenblatt” in der jetzt extremen Situaton zu einem Netzwerk der Hilfe  für Menschen in Not auf Teneriffa bündeln.

Vielen Wochenblatt-Lesern geht es gut auf Teneriffa

Tausende Residenten aus Deutschland und anderen Ländern Europas leben ganz oder den Winter über auf Teneriffa. Oft sind sie schon seit vielen Jahren hier ansässig, teils beruflich tätig, teils als Rentner oder Privatiers im Ruhestand. Ihnen hat Teneriffa ein gesundes, zufriedenes Leben im Wohlstand ermöglicht. Wer tüchtig war oder wer es sich finanziell leisten konnte, vermochte zuzeiten günstig Land und Immobilien erwerben, konnte preiswert bauen und Dienstleistungen kostengüns­tig erhalten. Hieran partizipieren bis heute auch viele kanarische Mitbürger. Wenn so viele kanarische Familien bei rasant abstürzender Konjunktur nun unversehens in Existenznot geraten sind, wurde das auch vom bisher laxen, geradezu verführerischen Kreditvergabewesen verschuldet. Man hat unerfahrene Menschen zu wenig aufgeklärt. Viele von ihnen können ihre Hypotheken oder Kredite nicht mehr bedienen und verlieren nun alles, stürzen ab ins Elend.

Die Frage an die im Leben Erfolgreicheren auf Teneriffa ist nun, ob es jetzt nicht an der Zeit ist, der Gesellschaft hier, Menschen mit weniger Fortune, etwas zurückzugeben von dem, was sie durch Tüchtigkeit, aber auch mit Glück erworben haben.  Der Wert einer Gesellschaft bemisst sich daran, wie sie mit ihren Verlierern umgeht. Die staatlichen Behörden hier mögen sich mühen; sie allein aber werden das Notwendige künftig nicht leisten können. Größte Anstrengungen, uns heute so noch gar nicht vorstellbar, werden unternommen werden müssen, um den sozialen Frieden auf Teneriffa zu erhalten. Es gibt aber noch einen anderen, beglückenderen Aspekt:

Kraft für Engagement speist sich aus Freude – Aus Geben wächst Segen

Wer Zukunft vor sich sieht und an seine Zukunft glaubt, wird auch Kraft haben, sie zu gestalten. Nichts macht uns so müde wie das, was wir nicht tun. Alle Kraft für das Engagement speist sich letztlich nur aus Freude, Begeisterung und Dankbarkeit für diese wunderbare Welt – besonders auf Teneriffa. Das Genießen des Brotes und spritzigen Weines, des Meeres und des Teide, der Pracht der Blumen und Pflanzen, der Natur auf dieser Insel im ewigen Frühling. Auch wenn wir selbst nicht viel tun können, so wollen wir zumindest gemeinsam diejenigen unterstützen und ermutigen, die sich hier abmühen für jene, die arm sind und schwach. Aus diesem Geben wird Segen erwachsen.

Einladung an unsere Leserinnen und Leser zum Mitmachen

Die Idee ist ganz einfach: Sie sagen zu, monatlich ein Jahr lang („Überwinterer“ vielleicht auch nur ein halbes Jahr lang) einen festen Betrag Ihrer Wahl auf das Sonderkonto unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ bei der „Solbank“ einzuzahlen. Bankdirektor Don Emilio Bas Castells führt dieses Konto für uns kostenlos und wird ein Anfangsguthaben als Spende darauf einzahlen. Das „Wochenblatt“ garantiert, dass jeder Cent von diesem Konto ohne Abzug Hilfsorganisationen auf Teneriffa zugute kommen wird, also „Lebensmittelbänken“ oder „Tafeln“, die täglich Bedürftige versorgen. Über Höhe und Verwendung der Gelder wird auf einer Sonderseite in jeder zukünftigen „Wochenblatt“-Ausgabe Rechenschaft abgelegt werden. Von der gemein­nützigen Organisation, die Ihr Geld erhalten hat, bekommen Sie auf Wunsch eine Spendenbescheinigung. Als Vorbild für mögliche weitere Spender zur Nachahmung werden im Rahmen des „Spendenbarometers“ die Namen und Fotos der Mitmachenden, sowie Höhe der Beträge in jeder Wochenblatt-Ausgabe veröffentlicht. Wollen Sie ungenannt bleiben, können Sie  sich auch einen „Mitmach-Namen“ ausdenken, unter dem Ihre Gabe genannt wird. Da sich unsere Aktion in kleinerem Kreise bereits herumgesprochen hat, liegen einige feste Zusagen bereits vor. So wird sich ein Ehepaar wie folgt beteiligen: Abgebildet werden die Hündchen „Felix und Fanny“ aus La Orotava: „Unsere Herrschaft ist mit monatlich 200 Euro dabei. Unser Napf bleibt dennoch gut voll“. Auch  Einzelaktionen, wie jüngst eine Spende von 600 Euro von den Gästen einer Geburtstagsfeier, werden im „Spendenbarometer“ aufgeführt werden. Wenn Sie als Spender darin erscheinen möchten, bitten wir um Einreichung eines Fotos.

Mitmachen soll kommunikativ und spannend sein – und wird “belohnt”

Regelmäßig verbringen Mario Hempel und seine Frau Larissa ihren Urlaub auf Teneriffa. Als Chef des berühmten Berliner „Classic Open Air“-Festivals, stattfindend jeweils eine Woche lang im Juli auf dem Gendarmenmarkt, stiftete Mario Hempel zur Verlosung unter den Teilnehmern spontan eine Flugreise für zwei Personen von Teneriffa nach Berlin mit Unterbringung im Luxushotel und Eintrittskarten im VIP-Bereich für alle Konzerte. Diese Reise im Wert von 5.000 Euro wird im Frühkahr 2010 unter den Stiftern einer Spende verlost werden. Die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs im Rahmen eines kleinen Festes, zu dem alle Spender und Förderer unserer Aktion „Aus Geben wächst Segen“ eingeladen werden. Mit ein wenig Glück wird also die Freude über Ihre gute Tat, die Sie an anderen Menschen begehen, nicht nur in Ihr eigenes Herz zurückkehren. Vielleicht werden Sie auch noch mit einem unvergesslichen Reise- und Musikerlebnis „belohnt“.

Insel-Präsident Ricardo Melchior übernimmt die Schirmherrschaft

Als langjähriger „Wochenblatt“-Leser hat der Präsident des Cabildo Insular de Tenerife, Ricardo Melchior, die Schirmherrschaft  unserer Hilfsaktion „Aus Geben wächst Segen“ übernommen. Er hat zugesagt, an unserem geplanten Benefiz-Abend, dem „Fest der Förderer“, im Frühjahr 2010 teilzunehmen.

Machen Sie mit…

Wenn auch Sie bei unserer Aktion mitmachen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das unten genannte Konto. Alternativ können Sie auch einen Scheck an das Wochenblatt senden oder das Geld in bar in unserem Büro in Puerto de la Cruz abgeben.

Spendenkonto bei der Solbank: 0081 0403 34 0001185625

Das Spendenformular finden Sie hier: