Windsurf-Weltelite kämpfte um den Sieg


© Kikazaru

Zweiter Wettkampf der Weltmeisterschaft im Waveriding auf Teneriffa

Vom 14. bis zum 16. Juli traf sich die Weltelite der Windsurfer in der Disziplin Waveriding in El Médano zum zweiten Wettkampf der Windsurf-Weltmeiterschaft. Ideale Wind- und Wellenverhältnisse sowie das großartige Können der Sportler beeindruckten Hunderte von Zuschauern, die sich am Strand von El Cabezo eingefunden hatten.

An den drei Wettkampftagen lieferten sich die Windsurfer spannende Duelle und nutzten die bis zu 2 m hohen Wellen zum perfekten Ritt und als Sprungbrett für spektakuläre Flüge und Drehungen in der Luft. Im harten Kampf mit den weltbesten Winsurfern holten sich schließlich ein junger Deutscher und eine erfahrende Athletin von Gran Canaria den Sieg.

Der zweite Wettkampf der Worldtour der PWA (Professional Windsurfers Association) am Stand von El Cabezo in El Médano begann mit bis zu 40 km/h starken Winden und bis zu einem Meter hohen Wellen. Schon am ersten Tag, dem Tag der Vorausscheidungen, stach bei den Männern Philip Köster, ein nur 17 Jahre junger und auf Gran Canaria lebender Deutscher, durch sein Können hervor. Köster, der bereits den ersten Weltmeisterschaftswettkampf am Strand von Pozo Izquierdo auf Gran Ganaria gewonnen hatte, äußerte, er sei gekommen „um wieder zu gewinnen“. Ihm gefielen die Bedingungen von El Médano, da die Welle länger sei als in Pozo Izquierdo und hier der zum Windsurfen ideale Seitenwind vorherrsche.

Am 15. Juli hatten sich die Winde auf über 50 km/h verstärkt. Mit Wellen von über 2 m zeichnete sich schnell ab, dass das Viertelfinale für Sensationen und viel Spannung sorgen würde. Wiederum kamen viele Zuschauer an den Strand und wurden mit fast neun Stunden höchster Kunst des Windsurf-Waveridings belohnt. Wieder tat sich bei den Männern Philip Köster hervor. Unter den Frauen zeichnete sich ein spannendes Geschwister-Duell ab, denn sowohl die amtierende Weltmeisterin Daida Ruano als auch ihre Schwester Iballa Ruano leisteten Großartiges.

Beim Finale am 16. Juli zeigte sich El Médano mit Winden um die 50 km/h wieder von der besten Seite. Der aus Deutschland stammende und in El Médano ansässige Daniel Bruch lief zu Höchstleistungen auf und schlug drei Spitzensportler. Nur Philip Köster schaffte es, Bruch zu übertreffen. Nach einem höchst spannenden letzten Tag stiegen Philip Köster, Daniel Bruch und der Australier Jaeger Stone aufs Podium und sammelten wertwolle Punkte. Daida Ruano holte sich den ersten, ihre Schwester Iballa den zweiten und Nayra Alonso den dritten Platz – alle drei von Gran Canaria.

Zwar führt Philip Köster die Weltrangliste an, doch noch stehen die Wettkämpfe an den dänischen, den deutschen (Sylt) und den Kapverdischen Inseln aus.

Daida Ruano dagegen fehlt nur noch ein Sieg auf Sylt [bei den Frauen gibt es weniger Wettkämpfe], um erneut zur Weltbesten im Waveriding gekürt zu werden.




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