Willkommen und Abschied


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Deutsche Schule Puerto de la Cruz: Neustart als Elternkooperative

Es geht weiter. Mit dieser hoffnungsfrohen Botschaft entließ Schulleiterin Benedicta v. Levetzow am vergangenen Freitag die Schüler der Deutschen Schule Puerto de la Cruz in die Sommerferien.

Dieses Schuljahrsende ist ein besonderes, denn an diesem 30. Juni wurde ein Kapitel der nunmehr 40-jährigen Schulgeschichte geschlossen. So erbat die Schulleiterin denn auch von den Anwesenden einen Applaus für ihre Mutter, die kürzlich verstorbene Schulgründerin Rosemarie v. Levetzow, „ohne die wir diese Schule nicht hätten”.

Aufbruch in eine  neue Zukunft

Nun brechen neue Zeiten an. Die Schule wird das Schulgelände in San Antonio, Puerto de la Cruz verlassen und nach La Orotava umsiedeln. Denn die Schule soll wachsen und Zug um Zug um die Klassen 5 und 6 aufgestockt werden, und das geht nur in einem größeren Gebäude. So soll den Schülern aus dem Orotavatal die Möglichkeit gegeben werden, weitere zwei Jahre den mühsamen Anfahrtsweg nach Tabaiba zu vermeiden. Gleichzeitig bietet der Abgang nach Klasse 6 einen harmonischeren Übergang in das spanische Schulsystem, wo die Grundschule nach Klasse 6 endet. So bleibt den Schülern, die sich für die Fortsetzung ihrer schulischen Laufbahn an einer spanischen Schule entscheiden, ein Schulwechsel erspart: sie gehen direkt ans Instituto über.

Um die Zukunft der Schule auf eine breitere Plattform zu stellen, wurde sie nun von einem Einpersonenunternehmen in eine Eltern-Kooperative umgewandelt und heißt jetzt bereits offiziell Deutsche Schule Colegio Alemán del Norte. Noch seien letzte bürokratische Details abzuwickeln, doch könne zuversichtlich davon ausgegangen werden, dass dies in den kommenden Wochen geregelt werde, damit die Schule ihre Pforten am neuen Standort zum neuen Schuljahr pünktlich öffnen kann. Benedicta v. Levetzow betonte, es sei enorm schwierig, eine Schule von Null aufzubauen, wohingegen in diesem Fall auf Vorhandenem aufgebaut werden könne: „Wir haben ja schon eine Schule!”

Sie dankte – und betonte dabei, dass dieser Dank eigentlich Sache der Eltern sei, da es ja um die Zukunft von deren Kindern geht – speziell den beiden Müttern, die sich in den vergangenen Monaten ganz besonders intensiv dem bürokratischen Hürdenlauf gewidmet haben, um die Kooperative ins Laufen zu bringen: Ursula Talg und Solange Ferreira bekamen einen Blumenstrauß.

Ursula Talg antwortete auf diese Geste mit den Worten: „Ein Blumenstrauß hat keine Samen, und leider können wir den Baum, der ja auch in unserem Schullogo steht, nicht von dieser Schule mit in die neue nehmen. So soll dieser Blumenstrauß als Symbol für den schulischen Samen gelten, den wir von hier mitnehmen, um ihn der neuen Schule einzupflanzen.” Schöner kann eigentlich nicht gesagt werden, dass der Geist der 40 Jahre alten Deutschen Schule Puerto de la Cruz am neuen Standort weiter blühen soll und wird.




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